Der Kanton Luzern hat jetzt einen Klimaexperten  

Der Luzerner Regierungsrat plant, bis 2021 einen umfassenden Bericht zur Klima- und Energiepolitik des Kantons vorzulegen. Nun wurde die Stelle des Klimaexperten besetzt.

Zéline Odermatt
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(zfo) Die Regierung hat im Rahmen der Klima-Sondersession des Luzerner Kantonsrates im Juni 2019 in Aussicht gestellt, bis 2021 einen umfassenden Bericht zur Klima- und Energiepolitik des Kantons Luzern vorzulegen (wir berichteten). Bereits 2020 soll dieser Bericht in die Vernehmlassung gegeben werden.

Damit dieser Terminplan eingehalten werden kann, sind die Arbeiten verwaltungsintern in vollem Gang, schreibt die Staatskanzlei Luzern in einer Mitteilung. Noch im Sommer 2019 hat eine überdepartementale Koordinationsgruppe ihre Arbeit aufgenommen. Diese machte sich auch auf die Suche nach einem Klimaexperten. 

Klimaexperte koordiniert Umsetzung der Massnahmen

Diese neu geschaffene Stelle des Klimaexperten konnte inzwischen besetzt werden. Ab Mitte Februar 2020 wird Jürgen Ragaller seine Arbeit aufnehmen. Er hat nach einem Biologiestudium ein Zweitstudium in Energie und Umwelttechnik absolviert und ist seit 2016 Projektleiter erneuerbare Energien beim Kanton. In den vergangenen zwei Jahren leitete er die Abteilung Energie und Immissionen bei der Dienststelle Umwelt und Energie.

Der Klimaexperte des Kantons: Jürgen Ragaller. (Bild: PD)

Der Klimaexperte des Kantons: Jürgen Ragaller. (Bild: PD)

Er soll als Klimaexperte nun langfristig eine wichtige Schnittstellenfunktion beim Umgang mit den Herausforderungen des Klimawandels im Kanton Luzern einnehmen. Organisatorisch ist der Klimaexperte als Stabsstelle in der Dienststelle Umwelt und Energie angesiedelt.

Die Federführung liege beim Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement, das zahlreiche Fachbereiche aus allen fünf Departementen einbeziehen soll. Die Parteien werden über die kantonsrätliche Kommission Raumplanung, Umwelt und Energie (RUEK) einbezogen. Zudem hat die Regierung beschlossen, das Projekt von einem politstrategischen Beirat begleiten zu lassen. Im diesem werden der Vorsteher des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartements und des Finanzdepartements, Vertreter oder Vertreterinnen der Wirtschaft, der Bildung/Wissenschaft und der Umweltorganisationen Einsitz nehmen.