KANTON LUZERN: Nun werden die Missbrauchs-Vorwürfe geprüft

Der Luzerner Historiker Markus Furrer nimmt seine Arbeit auf und untersucht ab jetzt Vorkommnisse in Luzerner Erziehungsanstalten.

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Historiker Markus Furrer. (Bild Roger Grütter/Neue LZ)

Historiker Markus Furrer. (Bild Roger Grütter/Neue LZ)

Im Mai ist der Historiker Markus Furrer vom Luzerner Regierungsrat damit beauftragt worden, die Vorkommnisse in Luzerner Erziehungsanstalten aufzuarbeiten. Wie es in einer Mitteilung des Gesundheits- und Sozialdepartements heisst, hat Furrer nun ein Konzept für seine Untersuchung vorgelegt und nimmt seine Arbeit auf.

Der Historiker wird eine Bestandesaufnahme des Heimwesens im Kanton Luzern machen und geht auch den rund 30 Fällen nach, die in den letzten vier Wochen bei der Anlaufstelle für Betroffene eingegangen sind.

Furrer will klären, inwieweit es sich bei den Vorkommnissen um Einzelfälle oder um systematische Überschreitungen gehandelt hat. Zudem untersucht er, ob die kantonalen Behörden ihre Aufsichtspflicht wahrgenommen haben. Bei der Untersuchung werden auch die damaligen pädagogischen Vorstellungen und die gängigen Strafpraktiken berücksichtigt.

Ende Jahr wird ein Zwischenbericht erwartet.

ana