KANTON LUZERN: Polizei-Arbeit bleibt jahrelang liegen

Trotz unbestritten höherem Bedarf: Die Luzerner Polizei wird wohl bis 2018 nur um 28 Stellen aufgestockt. Zu gross sei der Spardruck, so die Parteien vor der Budgetdebatte im Parlament.

Alexander von Däniken
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Das Korps der Luzerner Polizei soll bis 2018 um 28 Mitglieder wachsen. Im Bild: neue Polizisten bei ihrer Vereidigung im September im Chorherrenstift Beromünster. (Bild Roger Grütter)

Das Korps der Luzerner Polizei soll bis 2018 um 28 Mitglieder wachsen. Im Bild: neue Polizisten bei ihrer Vereidigung im September im Chorherrenstift Beromünster. (Bild Roger Grütter)

Die Aussage von Othmar Roth, Vizepräsident des Verbandes Luzerner Polizei, ist alarmierend: Die auf die Bekämpfung von Wirtschaftsdelikten spezialisierte Fachgruppe «hat einen Arbeitsvorrat von sieben Jahren», so Roth auf Anfrage der «Neuen Luzerner Zeitung». Die Fälle drohen zu verjähren. Auch deshalb sei eine Aufstockung des Korps um 50 Stellen das absolute Minimum. Diese Zahl hat der Regierungsrat denn auch vom Parlament gefordert.

Daraus wird nun nichts. Schon bei der Beratung des Polizei-Planungsberichts am 3. November hat sich der Luzerner Kantonsrat nur gerade für 28 zusätzliche Stellen bis 2018 durchgerungen. Und eine aktuelle Umfrage unter den Fraktionen deutet darauf hin, auch bei der Budgetdebatte anfangs nächster Woche nicht mehr Stellen gesprochen werden.