KANTON LUZERN: Raser: Polizei macht Hausdurchsuchungen

Ein aktueller Fall zeigt: Bei Rasern greift die Polizei hart durch – neben Auto und Ausweis werden auch PC und Natel beschlagnahmt.

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Der Raser konnte von der Polizei wenig später festgenommen werden. (Archivbild LZ)

Der Raser konnte von der Polizei wenig später festgenommen werden. (Archivbild LZ)

Ein junger Mann rast mit 140 Stundenkilometern von Sempach nach Sempach Station – erlaubt wären 60. Nach einer Verfolgungsjagd wird er von der Polizei gestoppt, Auto und Führerausweis werden noch vor Ort eingezogen und der Fahrer vorübergehend in Haft genommen. Zusätzlich werden bei einer Hausdurchsuchung Natel und Laptop sichergestellt – dieses Vorgehen stösst beim Anwalt des Fahrers auf Kritik. Doch wie sich zeigt, sind Hausdurchsuchungen bei Rasern seitens der Luzerner Polizei durchaus üblich.

Seit Februar 2009 kommt bei Raser-Fällen im Kanton Luzern ein standardisiertes Vorgehen zum Zug. Dazu gehört der Entzug von Fahrzeug und Führerausweis. Extreme Fälle mit Verletzten oder Toten, oder von Wiederholungstätern, werden wenn möglich immer vor Gericht gebracht. «Zudem werden nach Rücksprache mit dem Amtsstatthalter bei mutmasslichen Rasern regelmässig Hausdurchsuchungen durchgeführt», sagt Simon Kopp, Informationsbeauftragter der Strafuntersuchungsbehörden Kanton Luzern. «Dabei werden Natels und allfällige Datenträger beschlagnahmt, um festzustellen, ob allenfalls Raser-Fahrten in Filmen dokumentiert worden sind.»

Barbara Inglin

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.