KANTON LUZERN: Reine Luzerner Weine erhalten Gütesiegel

Im Kanton Luzern werden Weine ab sofort einheitlich mit «AOC Luzern» bezeichnet und im Anbau geografisch eingeschränkt.

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Weinernte im Schloss Meggen­horn. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Weinernte im Schloss Meggen­horn. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Die regierungsrätliche Verordnung über die kontrollierte Ursprungsbezeichnung von Weinen, ermöglicht eine verbesserte Transparenz bezüglich Produktion und Herkunft, schreibt die Staatskanzlei Luzern in ihrer Medienmitteilung.

Damit schenkt der Kanton Luzern reinen Wein ein: Was auf der Etikette steht, stimmt zu 100 Prozent und wird entspre­chend kontrolliert. Ein Verschnitt ist nicht möglich.

Mit der überarbeiteten Verordnung vom 7. Juli 2009 stärkt der Kanton die Voraussetzungen für den Qualitätsweinbau. Die Bestimmungen der «AOC Luzern» berücksichtigen: geografisches Gebiet, Rebsorte, Anbaumethode, natürlicher Mindeszuckergehalt, Höchstertrag pro Flächeneinheit und die Methode der Weinbereitung.

30 Betriebe keltern Wein
Neu werden die Weine einheitlich mit «AOC Luzern» gekennzeichnet. Die Bezeichnung des Urspungs ist nur noch in den vier definierten Rebregionen Vierwaldstättersee, Seetal, Sempachersee und Wiggertal möglich, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Die Sorten müssen auf der Etikette bezeichnet werden. Einen Gebiets- oder Gemeindeverschnitt, wie in anderen Regionen üblich, kennt der Kanton Luzern nicht. Damit besteht eine klare und unmissverständliche Grundlage, die keine Täuschung des Konsumenten zulässt.

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30 Betriebe bauen dort auf 40 Hektaren Reben an. Der Wein ist in Luzern zwar ein Nischenprodukt, doch hat sich die Anbaufläche in den letzten zehn Jahren verdoppelt.