KANTON LUZERN: Rekordernte bei Luzerner Weinlese

Im Kanton Luzern sind 2014 erneut mehr Weintrauben geerntet worden als im Vorjahr. Die Rekorderntemenge wurde von 301 auf 310 Tonnen gesteigert. Gründe waren das Wetter und mehr Rebfläche. Kirschessigfliegen und Stiellähme zerstörten rund 20 Prozent der Ernte.

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Im Kanton Luzern waren die Erntegebinde dieses Jahr voll. (Bild: pd)

Im Kanton Luzern waren die Erntegebinde dieses Jahr voll. (Bild: pd)

Insgesamt wurden 168 Tonnen weisse Trauben und 142 Tonnen rote Trauben geerntet, wie die Luzerner Staatskanzlei am Mittwoch mitteilte. Dies entspricht rund 350'000 Flaschen Wein. Die Lese fand vom 11. September bis 4. November statt.

Grund für die gesteigerte Menge ist unter anderem die zunehmende Rebfläche im Kanton. Die Weinlesekontrolle erfasste 39 Sorten auf einer Fläche von 50 Hektaren. Im Vorjahr waren es noch 45 Hektaren.

Daneben spielte auch das Wetter eine Rolle. Wegen der sommerlichen Witterung im Frühjahr blühten die Reben drei Wochen früher als im Vorjahr. Das feuchtwarme Wetter im Sommer förderte zudem das Wachstum.

Schwierigkeiten bereitete den Winzern die asiatische Kirschessigfliege. Diese wurde Ende August erstmals in Luzerner Weinbergen festgestellt und tauchte in nahezu allen Rebbergen auf. Bei einzelnen Sorten wie Cabernet Dorsa, Acolon, Muscat bleu, Dornfelder und Garanoir kam es zum Totalausfall - die Fliege wurde nicht bekämpft.

Die amtliche Weinlesekontrolle verspricht für 2014 eine gute Weinqualität. Die Weine seien nach der Gärung aromatisch und gut strukturiert, heisst es in der Mitteilung.

sda

Mit Freude an der Weinlese: Franz Mühlebach, Erntehelfer bei der Weinlese im Rebberg des BBZN Hohenrain. (Bild: pd)

Mit Freude an der Weinlese: Franz Mühlebach, Erntehelfer bei der Weinlese im Rebberg des BBZN Hohenrain. (Bild: pd)