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KANTON LUZERN: Schachen, Root, Dagmersellen: So schön ist die Landfasnacht

Es schränzte, krachte und dröhnte an den Fasnachtsumzügen in Schachen, Root, Dagmersellen. Klicken Sie sich durch die schönsten Bilder.
Auf dem Bild zu sehen sind die Wiggertaler Tüfle Zofingen mit «Der Krampus wird euch das Fürchten lehren». (Bild: Pius Amrein)

Auf dem Bild zu sehen sind die Wiggertaler Tüfle Zofingen mit «Der Krampus wird euch das Fürchten lehren». (Bild: Pius Amrein)

Krampus taucht in Dagmersellen auf

«Zum Thöifel» heisst das Motto der Dagmerseller Fasnacht dieses Jahr – und es ist offensichtlich bei den Fasnächtlern zünftig eingefahren. Über 9000 Zuschauer konnten sich am gestrigen Umzug davon überzeugen und eine Vielfalt von Umsetzungsvarianten bestaunen. Die Häppereschweller gaben gleich zu Umzugsbeginn den teuflischen Rhythmus vor – im entsprechenden Outfit, versteht sich; die Häppere-Zunft doppelte nach und präsentierte das alte legendäre Häppere-Schiff in «teuflisch neuem Kleid». Zwar wollten die «Füürdrache» vom Kindergarten Dalia den «Thöifel» noch vertreiben, aber schon wenige Nummern später trieben bei einer weiteren Schulklasse die Buchstabenteufel wieder ihr leidiges Unwesen.

Der MSV Dagmersellen und der Fit-Treff stellten gar fest: «Im Himmel ist der Teufel los.» Da fuhren auch noch die Wiggertaler Tüfle von Zofingen mit ihrer Nummer auf und drohten: «Der Krampus wird euch das Fürchten lernen.» Als Antwort darauf war vielleicht das Sujet der einheimischen Zitronenchlöpfer zu verstehen: «Zum Thöifel mit dem Thö!»

Nun, der Teufel hatte nicht allein das Sagen – weitere prächtig aufgemachte Nummern paradierten durch die dichten Zuschauerscharen: die pompös inszenierte «Polarexpedition» der Lättöggle-Clique Winikon etwa oder die ebenso eindrucksvoll umgesetzte «Totenhochzeit» von «Äääääbe Geil Schötz». Die Zünftige Fasnächtler Altishofen verpassten mit dem Sujet «Zu viele Köche verderben den Brei» der Gemeindefusionitis einen närrischen Seitenhieb, die Wüeschte Wöschwyber aus Uffikon machten auf malerischen Ballenberg en miniature. «Alles selber genäht!», so eine der Uffiker Waschfrauen mit berechtigtem Stolz.

Nach fast zwei Stunden konnte Zunftmeister Franz Gassmann alias Agria I. mit Frau Monika und Sohn David zu guter Letzt den tollen Fasnachtsreigen beschliessen. (hbr)

Die Fasnachtsfrönde Buchs mit «Harassle». (Bild: Pius Amrein)
Auf dem Bild zu sehen sind die Wiggertaler Tüfle Zofingen mit «Der Krampus wird euch das Fürchten lehren». (Bild: Pius Amrein)
Auf dem Bild zu sehen sind die Wiggertaler Tüfle Zofingen mit «Der Krampus wird euch das Fürchten lehren». (Bild: Pius Amrein)
Auf dem Bild zu sehen sind die Wiggertaler Tüfle Zofingen mit «Der Krampus wird euch das Fürchten lehren». (Bild: Pius Amrein)
Auf dem Bild zu sehen ist die Lättöggelclique Winikon mit «Polarexpedition». (Bild: Pius Amrein)
Auf dem Bild zu sehen sind die Latärneguugger Schötz. (Bild: Pius Amrein)
Die Fasnachtsfrönde Buchs mit «Harassle». (Bild: Pius Amrein)
Auf dem Bild zu sehen sind die Chrüzberg Gnome Dagmersellen. (Bild: Pius Amrein)
Auf dem Bild zu sehen sind die Zünftige Fasnächtler Altishofen mit «Zu viele Köche verderben den Brei». (Bild: Pius Amrein)
Auf dem Bild zu sehen sind die Weger Häxe Dagmersellen. (Bild: Pius Amrein)
Auf dem Bild zu sehen ist die Feuerwehr Hürntal. (Bild: Pius Amrein)
Auf dem Bild zu sehen ist der Kindergarten Dalia mit «Füürdrache». (Bild: Pius Amrein)
Auf dem Bild zu sehen sind die Wiggertaler Tüfle Zofingen. (Bild: Pius Amrein)
Auf dem Bild zu sehen sind sind der MSV Dagmersellen und der Fit Treff Dagmersellen mit «Im Himmel ist die Hölle los». (Bild: Pius Amrein)
Auf dem Bild zu sehen sind die Zünftige Fasnächtler Altishofen mit «Zu viele Köche verderben den Brei». (Bild: Pius Amrein)
Auf dem Bild zu sehen ist der Tambourenverein Zofingen. (Bild: Pius Amrein)
Auf dem Bild zu sehen sind sind der MSV Dagmersellen und der Fit Treff Dagmersellen mit «Im Himmel ist die Hölle los». (Bild: Pius Amrein)
Auf dem Bild zu sehen sind sind der MSV Dagmersellen und der Fit Treff Dagmersellen mit «Im Himmel ist die Hölle los». (Bild: Pius Amrein)
Auf dem Bild zu sehen sind die Weger Häxe Dagmersellen. (Bild: Pius Amrein)
Auf dem Bild zu sehen sind die Weger Häxe Dagmersellen. (Bild: Pius Amrein)
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Fasnachtsumzug Dagmersellen

¡Viva Schachen!

Die Worte sind seit jeher am Giebel des Landgasthofs Rössli eingraviert: «Bedenk es wohl, wenn sich dein Stolz will regen. Dass oft dir war der Wein an Klugheit überlegen.» Worte, die ganz gut zu einem Fasnachtsumzug wie jenem in Schachen passen. 800 Teilnehmer verteilten sich am Samstag auf 24 Produktionen. Vorbei ging es auch am «Rössli», und wer das Gehabe auf Wagen Nummer 16 mitbekam, fühlte sich an zwei Protagonisten erinnert, denen der Stolz mitunter tatsächlich einen Streich spielt. Christian Constantin, der Präsident des FC Sion, und Teleclub-Experte Rolf Fringer lieferten sich vor 2000 Zuschauern eine Neuauflage ihres Prügel-Eklats von Ende September 2017. Der Fringer-Darsteller brauchte sich dabei nicht einmal zu verkleiden, sah er dem Original doch ziemlich ähnlich. In Wahrheit haben sich die beiden Streithähne mittlerweile versöhnt. Ob ihre Kopien der Chläuslizunft Werthenstein am anschliessenden Häxefäscht in der Rümlighalle ebenfalls reinen Tisch machten, ist jedoch nicht überliefert.

Ansonsten ging es entlang der Kantonsstrasse nicht ganz so hitzig zu und her, das Ambiente war mit Sangría, Flamenco-Tänzerinnen und den wilden Affen im Kletterpark der Blaffen-Bande aber durchaus südländisch geprägt. Dafür besorgt war Antonio der 27., seines Zeichens der neue Zunftmeister der Schachnächtler-Zunft. Aufgrund seiner spanischen Wurzeln stellte er das diesjährige närrische Treiben unter das Motto: ¡Viva Schachen! (ss)

MARASTAS (Jamaika-Hippie Bus) (Bild: Manuela Jans-Koch)
Nigrum Montis (Moosmieschigi Charibödeler Chnörz). (Bild: Manuela Jans-Koch)
Ämmeruugger Malters (Valhalla). (Bild: Manuela Jans-Koch)
Ämmeruugger Malters (Valhalla). (Bild: Manuela Jans-Koch)
MSV Schachen (Brockihus im Bahnhof Schachen). (Bild: Manuela Jans-Koch)
Manuela Jans-Koch | LZ (Bild: Manuela Jans-Koch)
MARASTAS (Jamaika-Hippie Bus). (Bild: Manuela Jans-Koch)
Alpetli Nord Romoos (Buben spielen Fussball, echte Männer schwingen). (Bild: Manuela Jans-Koch)
Manuela Jans-Koch | LZ (Bild: Manuela Jans-Koch)
MARASTAS (Jamaika-Hippie Bus) (Bild: Manuela Jans-Koch)
Kindergarten Schachen (Bauernhof) (Bild: Manuela Jans-Koch)
Greubiheuscher Schachen (Alperuusch emmer de Schwere no) (Bild: Manuela Jans-Koch)
Greubiheuscher Schachen (Alperuusch emmer de Schwere no) (Bild: Manuela Jans-Koch)
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Fasnachtsumzug Schachen

«Roote» Teufelinnen und viel Verkehr

Was hat Root und die nahe Umgebung im vergangenen Jahr am meisten beschäftigt? Traditionell wird am Rooter Umzug der Lokalkolorit aufgegriffen und mit viel Humor und einer Prise Bissigkeit den Zuschauern in Erinnerung gerufen. 2017 gab das neu eröffnete Einkaufscenter vor Roots Haustüre viel zu diskutieren. Das Fröschenkorps Root brachte es auf den Punkt: «Es brodlet rond om die neui Mall, het’s doch grosse Verkehr ufs Mol!» Mit viel Getöse und Rauch wurde da eine Miniaturausgabe eben dieser «Mall» mitgeführt, auf der Hexen das Problem auf ihre Art lösten: «Chasch halt nömme uf d Shoppingtour. Chauf dini Sache vom Schwiizer Buur!» Auch die MG Inwil prangerte an: «Hokuspokus Rootibus, fertig met em 22er-Bus. Ond das nor wäg de Mall. Das freut aber ned all!» Ihr Wagen zeigte einen 22er-Bus, der nicht vorwärtskommt. Bravo an die Baugruppe für diesen Augenschmaus.

Gar Wilhelm Tell schritt durch die Reihen

Es wurde generell viel fürs Auge geboten. So bewiesen die Frauen der Frauenriege STV Root, dass sie als Teufelinnen im «rooten» Kleid noch immer voll im Schuss sind. Hexen, Magier und Zauberer gaben sich den ganzen Umzug durch ein Stelldichein. Auch Könige und Matrosen, der Pumuckl und gar Wilhelm Tell schritten durch die Reihen. Bonbons, Orangen und feine Kaffees wurden fleissig verteilt. Und für den passenden Fasnachtssound sorgten sechs Guuggenmusigen. Es gab auch ein bisschen was zu gruseln, als die Wageschlepper Honeri zum Thema Organspende Niere, Lunge, Leber und Darm in der Traktorschaufel feil boten.

Die Wagewörger Schongau sorgten sich derweil um eine ganze Berufsgattung: «Der Jäger, eine bedrohte Art?» Auf ihrem riesigen Wagen waren jedenfalls noch alle Jäger putzmunter. Zwei schwindelfreie Jäger fuhren mit dem hydraulisch betriebenen Hochsitz in vielleicht sieben Metern Höhe. Sie hatten von dort bestimmt den besten Überblick über den kreativen, amüsanten Rooter Umzug. (imy)

Bild: Yvonne Imbach
Bild: Yvonne Imbach
Bild: Yvonne Imbach
Bild: Yvonne Imbach
Bild: Yvonne Imbach
Bild: Yvonne Imbach
Bild: Yvonne Imbach
Bild: Yvonne Imbach
Bild: Yvonne Imbach
Bild: Yvonne Imbach
Bild: Yvonne Imbach
Bild: Yvonne Imbach
Bild: Yvonne Imbach
Bild: Yvonne Imbach
Bild: Yvonne Imbach
Bild: Yvonne Imbach
Bild: Yvonne Imbach
Bild: Yvonne Imbach
Bild: Yvonne Imbach
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Fasnachtsumzug Root

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