KANTON LUZERN: Scheinehen: Was tun die Behörden?

Im Kampf gegen Scheinehen sind die Behörden ziemlich hilflos. Denn Beweise zu erbringen ist fast unmöglich.

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Nicht alle, die sich das Jawort geben, meinen es ernst. (Karikatur Jals/Neue LZ)

Nicht alle, die sich das Jawort geben, meinen es ernst. (Karikatur Jals/Neue LZ)

Ist es Liebe oder lediglich Schein? Diese Frage stellen sich Zivilstandsbeamte immer dann, wenn eine Schweizerin einen Ausländer heiratet oder ein Schweizer eine Ausländerin. Denn das seit 2008 geltende Ausländergesetz verlangt, dass Standesbeamte überprüfen, ob konkrete Indizien für eine Scheinehe vorliegen. Bei 2015 letztes Jahr im Kanton Luzern geschlossen Ehen wurde daher 593 Mal genauer hingeschaut – bei rund 30 Prozent aller Heiraten. Erhärtet sich dabei der Verdacht, kann der Zivilstandsbeamte die Eheschliessung ablehnen.

Ein Gesuch abzulehnen sei fast ein Ding der Unmöglichkeit, sagt Hansjörg Gassmann, Leiter des regionalen Zivilstandsamtes Willisau. Dazu brauche es stichhaltige Beweise: «Aber wie sollen wir eine Scheinehe beweisen? Wir sind keine Detektive.» Meistens bleibt nichts anderes übrig, als diese Ehen mit einem unguten Gefühl zu schliessen.

Regula Bättig

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.