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Kanton Luzern schliesst 3 Asylzentren und entlässt 19 Mitarbeiter

Der Kanton Luzern schliesst Ende dieses Jahres die Asylzentren im Hirschpark in Luzern, in Oberkirch und in Ebikon. Deswegen werden 19 Mitarbeiter ihre Stelle verlieren.
Blick in die Gemeinschaftsküche des Asylzentrums Hirschpark in Luzern. Das Zentrum ist eines von dreien, die Ende 2018 schliessen werden. (Bild: Domink Wunderli, 10. Juni 2014)

Blick in die Gemeinschaftsküche des Asylzentrums Hirschpark in Luzern. Das Zentrum ist eines von dreien, die Ende 2018 schliessen werden. (Bild: Domink Wunderli, 10. Juni 2014)

Weil den Kantonen aktuell und zukünftig weniger Asylsuchende zugewiesen werden als bisher, schliesst der Kanton Luzern per 31. Dezember 2018 das Durchgangszentrum im Hirschpark in Luzern und das Aufenthaltszentrum in Oberkirch frühzeitig. Bereits geplant war die Schliessung des Asylzentrums in Ebikon.

Insgesamt werden wegen der Schliessungen 14.5 Vollzeitstellen abgebaut. Dies betrifft 19 Mitarbeitende in diesem Bereich, wie das Gesundheits- und Sozialdepartement des Kantons mitteilt. Für die Betroffenen würden «sozialverträgliche Lösungen ausgestaltet», so der Kanton. Bei internen Vakanzen würden die Betroffenen prioritär berücksichtigt.

Die Arbeitsgemeinschaft Luzerner Personalverbände (ALP) sei Mitte Juni über die Entlassung von 19 Personen informiert worden, meldet diese am Dienstag. Sie begrüsst es, dass die Regierung für die Betroffenen mehrere Unterstützungsmassnahmen vorsieht. Die ALP kritisiert jedoch, dass die Regierung für Härtefällen wie beispielsweise Krankheit oder der über 55-Jährigen keine Aussage macht. Die Arbeitsgemeinschaft merkt zudem an, dass sie die getroffenen Abfederungsmassnahmen zukünftig als Minimalstandard erachtet.

Überzählige Plätze wegen weniger Gesuchen und Neustrukturierung

Auf Bundesebene werden seit längerem immer weniger Asylgesuche verzeichnet. Die Zahlen der zugewiesenen Asylsuchenden sind im Kanton Luzern deswegen seit 2015 rückläufig. Damals hat der Bund dem Kanton Luzern durchschnittlich 160 Asylsuchende pro Monat zugewiesen. 2016 waren es deren 80, im laufenden Jahr noch 40. Durch die so entstandene Überkapazität liegt die Auslastung der Zentren aktuell bei rund 85 Prozent.

Ab März 2019 werden die Kantone wegen der Neustrukturierung des Asylwesens auf Bundesebene noch weniger Asylsuchende unterbringen müssen. Dann werden nur noch Asylsuchende im erweiterten Verfahren auf die Kantone verteilt. Nur rund 40 Prozent aller Asylsuchenden betrifft ein solches Verfahren. 60 Prozent aller Gesuche sollen direkt in den Bundesasylzentren abgewickelt und entschieden werden.

Aktuell verfügt der Kanton Luzern über 825 Plätze für Asylsuchende. Mit der Schliessung der drei Zentren entfallen total 230 Plätze. Ab Januar 2019 verfügt der Kanton also noch über 595 Unterbringungsplätze in sechs Zentren. Aufgrund der Modellrechnungen des Bundes erwartet der Kanton, dass mittelfristig noch 400 bis 500 Zentrenplätze benötigt werden.

Reserve in Oberkirch eingeplant

Die Gebäude des Durchgangszentrums Hirschpark Luzern steht ab Januar 2019 für eine neue Nutzung zur Verfügung. Die Plätze im Aufenthaltszentrum in Oberkirch werden hingegen bis spätestens Ende Juli 2021 in die strategische Unterbringungsreserve der Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen eingehen. Sie könnten im Bedarfsfall kurzfristig reaktiviert werden.

Update folgt...

pd/spe

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