Kommentar
Schwierige Situation für Lehrabgänger in Luzern: Jetzt in die Weiterbildung investieren

Trotz Pandemie werden mehr Lehrstellen angeboten als nachgefragt. Junge Berufsleute hingegen haben es schwer. Doch investieren sie in die Weiterbildung, können sie nur gewinnen.

Christian Glaus
Christian Glaus
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Ein Informatiklehrling mit seinem Lehrmeister.

Ein Informatiklehrling mit seinem Lehrmeister.

PD

Trotz Pandemie und Wirtschaftskrise wurden im Kanton Luzern mehr Lehrverträge unterschrieben als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. 3345 sind bisher vom Kanton bewilligt worden. Weitere 1200 dürften bis zu den Sommerferien folgen. Damit entwickelt sich der Lehrstellenmarkt positiv. Die Firmen haben einen gewissen Optimismus nicht verloren; das ist die gute Nachricht.

Die schlechte Nachricht: Lehrabgänger haben es in diesem Jahr besonders schwer, einen Job zu finden. Das ist zweifellos bitter für die Betroffenen, aber kein Grund zur Panik. Die Prognosen deuten auf eine positive Entwicklung der Wirtschaftsleistung hin und die Unternehmen sind auf Nachwuchs angewiesen. Die Babyboomer-Generation hat das Rentenalter erreicht.

Wer nicht sofort eine Anschlusslösung findet, sollte deshalb nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern in seine Arbeitsmarktfähigkeit investieren. Bekanntlich bleiben die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weniger lange auf ihrem angestammten Beruf als früher. Zudem dürften die Anforderungen weiter steigen. Ohne Weiterbildungen kommt man heute nicht mehr weit. Da lohnt es sich für Lehrabgänger, die schwierige wirtschaftliche Situation beispielsweise mit dem Nachholen der Berufsmatura zu überbrücken. Damit steigern sie ihren Wert und sind attraktive Arbeitskräfte, sobald die Firmen in der Lage sind, wieder mehr Stellen zu schaffen.