KANTON LUZERN: Sempacher Gedenkfeier ohne Mittelalterfest

Jedes Jahr gedenkt der Kanton Luzern der Schlacht bei Sempach. Weil der Kanton sparen muss, finden die diesjährigen Feierlichkeiten in stark reduzierter Form statt.

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Im Vergleich zu den Vorjahren nur noch ein Schatten seiner selbst? Die Gedenkfeier der Sempacher Schlacht wird wegen Sparmassnahmen stark reduziert. (Bild: Pius Amrein  /  Neue LZ)

Im Vergleich zu den Vorjahren nur noch ein Schatten seiner selbst? Die Gedenkfeier der Sempacher Schlacht wird wegen Sparmassnahmen stark reduziert. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Der Kanton Luzern gedenkt am Sonntag, 3. Juli, der Schlacht bei Sempach von 1386. Aufgrund von Sparmassnahmen wird der Umfang der Feier reduziert. Die Gedenkfeier findet nur noch an einem halben Tag statt, und auf Begleitanlässe wie das Mittelalterfest wird vollständig verzichtet, wie die Staatskanzlei Luzern mitteilte. 

Das Mittelalterfest im Städtchen Sempach fand seit 2011 fünf Mal statt. Es war Bestandteil einer Neukonzeption der «Schlachtfeier», um den offiziellen Anlass für Familien attraktiver und für Rechtsextreme weniger attraktiv zu machen. Zuvor hatten wiederholt Rechtsextreme am Marsch auf das Schlachtfeld teilgenommen.

Auch ohne Mittelalterfest ist die Bevölkerung wie in den Jahren zuvor um 9 Uhr morgens zum Morgenbrot geladen. Im Anschluss findet der feierliche Einzug durch das Städtli in die Kirche St. Stefan statt, wo der Gottesdienst stattfindet. Nach der Gedenkfeier laden der Kanton Luzern, die Gastgemeinde Hitzkirch und die Stadt Sempach zum Bevölkerungsapéro vor dem Rathaus.

Das Programm:

9 Uhr: Morgenbrot im Städtli und in den Restaurants
9.15 Uhr: Begrüssung durch den Stadtpräsidenten
9.40 Uhr: Feierlicher Einzug durch das Städtli in die Kirche
10 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst
11.25 Uhr: Auszug und Bevölkerungsapéro
12.30 Uhr: Ende der Veranstaltung

pd/chg