KANTON LUZERN: So ticken unsere Chefbeamten

Nicht nur Regierungsräte, sondern auch Spitzenbeamte sind Vertreter einer Partei. Bei der Auswahl sind die Magistraten gewöhnlich tolerant – bei den engsten Mitarbeitern zählt hingegen das Parteibuch.

Alexander von Däniken
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Eingangsportal zum Regierungsgebäude des Kanton Luzern. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Eingangsportal zum Regierungsgebäude des Kanton Luzern. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Im Kanton Zug hat ein Inserat, aufgegeben von Regierungsrätin Manuela Weichelt, für Wirbel gesorgt. Die grüne Politikerin sucht darin einen Departementssekretär, dessen politische Einstellung «mit jener der Direktionsvorsteherin» übereinstimmt.

Schärli beschäftigt FDP-ler

Auch im Kanton Luzern sind viele Spitzenbeamte Mitglied einer Partei. Diese stimmt allerdings nicht immer mit der Parteizugehörigkeit des entsprechenden Regierungsrats überein. So hat Yvonne Schärli (SP) vor neun Jahren einen Departementssekretär eingestellt, welcher der FDP angehört. Und der parteilose Marcel Schwerzmann lässt sein Finanzdepartement von einem CVP-Mann leiten.

Wenn es um die engsten Mitarbeiter geht, ist es mit der politischen Toleranz allerdings vorbei. Sämtliche Regierungsräte haben einen Persönlichen Mitarbeiter, der aus der eigenen Partei stammt. Ausnahme ist einzig Marcel Schwerzmann, der einen FDP-ler beschäftigt.

Die Zuger Regierungsräte haben keine Persönlichen Mitarbeiter. Deshalb kommt den Departementssekretären auch eine grössere politische Bedeutung zu als in Luzern.