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Kanton Luzern soll 24 Jahre altes Velowegkonzept überarbeiten

Die bestehende Planungsgrundlage für Velowege im Kanton Luzern ist 24-jährig. Der Kantonsrat fordert nun den Regierungsrat auf, das Konzept zu überarbeiten – und konsequenter umzusetzen als das alte.
Lucien Rahm
Ein Velofahrer auf einem Radweg in Luzern. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 28. Mai 2018))

Ein Velofahrer auf einem Radweg in Luzern. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 28. Mai 2018))

Der Plan ist 24 Jahre alt: Am 31. Januar 1994 beschloss der Kanton Luzern, seine Velowege zu erweitern und zu erneuern. Dieses sogenannte Radroutenkonzept dient dem Kanton seither als Planungsgrundlage für die Veloverkehrsanlagen entlang der Kantonsstrassen. 2009 wurde das Konzept um einige Massnahmen ergänzt.

Bis 2017 wurden knapp 66 Prozent der vorgesehenen Erweiterungen, Ergänzungen und Erneuerungen der Luzerner Velowege umgesetzt. Zu wenig für die über zwei Jahrzehnte Zeit, findet Mitte-links des Kantonsrats. Ein SP-Postulat verlangt daher, dass das bestehende Velowegkonzept erneuert und den heutigen Anforderungen angepasst wird. Am Mittwoch der vergangenen Woche ist der Vorstoss nun mit 62 zu 44 Stimmen überwiesen worden.

Postulatsautorin Yvonne Zemp schreibt in ihrem Vorstoss, dass sich die Bedürfnisse der Bevölkerung hinsichtlich der Velorouten stark verändert hätten, wobei sie unter anderem auch das E-Biking ins Feld führt. «Radfahren hat in der heutigen Gesellschaft einen ganz anderen Stellenwert als zum Zeitpunkt der Erarbeitung des Konzepts.» Konkret fordert Zemp unter anderem:

  • Andere Linienführungen für Velowege. Auch jene entlang von Kantonsstrassen sollen hinterfragt werden.
  • Eine bessere Trennung von Fuss- und Veloverkehr.
  • Eine Verdichtung der Velonetze in grösseren Zentren.
  • Die Einführung von «Premiumrouten» – eine Art Autobahn fürs Velo.

Strassen für Autoverkehr sperren

Elias Vogler, Geschäftsleiter der Luzerner Sektion des Verkehrsclubs der Schweiz (VCS), begrüsst die Überweisung des Postulates sehr. «Wir erhoffen uns eine Verbesserung der Umsetzung der geplanten Radwege.» In den vergangen Jahren sei die Realisierung neuer Velowege nur harzig vorangegangen, findet auch Vogler. Die Befürchtung, auch das neue Konzept könnte wiederum nur in kleinen Schritten umgesetzt werden, ist daher trotz neuer Hoffnung nicht ganz verschwunden.

Insbesondere, dass der Kanton neue Velowege stets nur entlang bereits bestehender Kantonsstrassen umgesetzt hat, stört Vogler. Er würde sich wünschen, dass Velowege in Luzern vermehrt auch
losgelöst von den Kantonsstrassen entstehen würden – als eigenständige Wege.

Eine andere Idee des Luzerner VCS sieht vor, gewisse Strassen in eine Richtung für den Autoverkehr zu sperren. «So würde auf der Gegenspur Platz für Velos entstehen», sagt Vogler. In Frage kommen würden hierfür beispielsweise die Schachen- und die Amlehnstrasse zwischen Kriens und Luzern. Denn: «Wie dort teilweise überholt wird, kann im Interesse von niemandem sein.» Der Krienser Durchgangsverkehr gehöre auf die Luzernerstrasse als Hauptachse.

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