Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

KANTON LUZERN: Staatsangestellte sollen bis 70 arbeiten dürfen

Staatsangestellte, die ab 65 noch nicht den Ruhestand geniessen wollen, sollen leichter und länger weiterarbeiten können als bisher. Der Regierungsrat will, dass mit einer einfacheren Anstellung von Senioren flexibler Personalengpässe überbrückt werden können.
Auch die Luzerner Volksschullehrer, hier an der Pensionierten-Verabschiedung bei der St. Charles Hall im Juni in Meggen, sollen künftig nach der Pensionierung unkompliziert weiterarbeiten können. (Bild Pius Amrein)

Auch die Luzerner Volksschullehrer, hier an der Pensionierten-Verabschiedung bei der St. Charles Hall im Juni in Meggen, sollen künftig nach der Pensionierung unkompliziert weiterarbeiten können. (Bild Pius Amrein)

Heute können Staatsangestellte nur im Einzelfall mit einer Bewilligung über das 65. Altersjahr hinaus arbeiten. Der Regierungsrat schlägt in einer am Montag veröffentlichten Revision des Personalgesetzes dem Kantonsrat vor, diese Beschränkung aufzuheben. Die Details zur Weiterbeschäftigung von Senioren will der Regierungsrat in Verordnungen regeln, zu denen das Parlament nichts zu sagen hat.

Die Regierung legt dem Parlament aber offen, was sie in den Verordnungen zu regeln gedenkt. Das heute geltende Höchstalter von 68 soll um zwei Jahre auf 70 Jahre angehoben werden. Es würde damit dem Reglement der Pensionskasse angepasst, das bei einer ununterbrochenen Weiterbeschäftigung einen Aufschub der Rente bis zum 70. Altersjahr zulässt. In Ausnahmefällen, etwa bei Geistlichen, soll eine Weiterbeschäftigung über 70 hinaus möglich sein.

Jeder Neunte arbeitet länger

Einen Anspruch auf Weiterbeschäftigung über das 65. Altersjahr hinaus soll es nicht geben. Der Entscheid über eine Weiterbeschäftigung oder Neubeschäftigung solle im Ermessen der zuständigen Behörde liegen, schreibt der Regierungsrat in seiner Botschaft. Die Arbeitsverhältnisse würden befristet sein und könnten von beiden Seiten gekündigt werden.

Heute gehen 98 Prozent der Angestellten spätestens mit 65 in Pension. Jeder neunte Pensionierte arbeitet aber weiter, meist in Kurzeinsätzen oder mit einem reduzierten Pensum.

Die vorgeschlagenen Änderungen soll es einfacher machen, das Potential älterer Personen zu nutzen, etwa wenn Rekrutierungsprobleme oder Personalengpässe bestehen. Der absehbare, demografisch bedingte Arbeitskräftemangel dürfte den Personalmangel bei qualifizierten Funktionen noch verschärfen, schreibt die Regierung.

Mit den vorgeschlagenen Änderungen erfüllt der Regierungsrat den Auftrag des Parlamentes. Dieser hatte 2014 eine Motion von Angela Pfäffli (FDP) als Postulat für erheblich erklärt, das die Aufhebung der starren Altersgrenze 65 verlangte. (sda)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.