KANTON LUZERN: Start in die Badesaison – mit den Eisheiligen

Muttertag – Eröffnungstag: Die Luzerner Badis sind bereit. Die Vorfreude ist ungetrübt, auch wenn das Wetter nicht mitspielt.

Roger Rüegger
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Bademeisterin Luzia Niederberger wagte für unsere Zeitung im Freibad Mooshüsli in Emmen den Sprung ins 17 Grad «warme» Wasser. (Bild Manuela Jans)

Bademeisterin Luzia Niederberger wagte für unsere Zeitung im Freibad Mooshüsli in Emmen den Sprung ins 17 Grad «warme» Wasser. (Bild Manuela Jans)

Ganz schön cool, so ein Sprung ins Schwimmbecken bei einer Wassertemperatur von 17 Grad. Mit solchen Bedingungen müssen sich die Badegäste im Kanton Luzern zurzeit abfinden, wenn sie ins Bassin steigen. Nichtsdesto­trotz wird am morgigen Muttertag in den meisten Schwimmbädern die Badesaison offiziell eröffnet – die Eisheiligen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia (11. bis 15. Mai) scheinen hier auch mitspielen zu wollen.

Während heute Samstag zumindest teilweise die Sonne lacht bei Temperaturen um die 21 Grad, ist es morgen Sonntag gemäss Prognosen von Meteo Schweiz deutlich kühler (17 Grad) und vor allem auch regnerisch.

«Warten auf schönes Wetter»

Wetterprognosen hin oder her: Im Mooshüsli in Emmen tummelten sich am sonnigen Donnerstagnachmittag ­einige Badegäste. Darunter auch Bademeisterin Luzia Niederberger: Sie liess es sich nicht nehmen, die Rutschbahn zu testen und einen Salto vom 1-Meter-Sprungbrett zu zeigen.

Ginge es nach Chef-Bademeister Ernst Kuchen, wäre der Badebetrieb im Mooshüsli schon längst aufgenommen worden. «Wir sind bereit und warten nur auf das schöne Wetter. Eigentlich hätten wir gerne am Ostermontag geöffnet und die Badesaison zu Beginn der Schul­ferien eingeläutet.» Im letzten Jahr habe der Mai gerade mal mit fünf ganz guten Tagen zu Buche geschlagen. Sonst sei die Saison eher mässig gewesen. Immerhin habe der August mit drei sonnigen und warmen Wochen die finanzielle Baisse aufgefangen.

Kuchen blickt aber zuversichtlich auf die neue Saison – auch darum: Am 21. Juni feiert das Mooshüsli das Fest «60 Jahre Freibad». Dazu gibt es noch ein Grümpelturnier und eine Campingnacht.

13 Grad im Luzerner Seebecken

Noch eine Spur abgehärteter sind die Badegäste im Luzerner Seebad, das bereits seit dem 1. Mai geöffnet ist. Bei nur gerade 13 Grad hüpften einige Stammgäste fast täglich ins Wasser, heisst es auf Anfrage. So auch in der «neuen» Rotseebadi, deren gesamter Uferbereich mit Steinblöcken renaturiert worden ist und zwei neue Nichtschwimmerbecken aufweisen kann. Bei 15 Grad sind ebenfalls täglich unerschrockene Badegäste im Wasser. «Wir haben viele Spaziergänger, die gerne einen Blick in die Badi werfen. Die Leute haben Freude und die Kinder sowieso. Im Moment vermissen sie noch die Rutschbahn, aber die kommt ja demnächst», sagt Gabriela Bollina, Leiterin der Rotseebadi.

Zimmereggbadi – wie weiter?

Wann und ob das Waldschwimmbad Zimmeregg in Littau den Betrieb aufnehmen wird, ist ungewiss. Der Luzerner Stadtrat hat entschieden, die Badi heuer geschlossen zu halten, ein Teil der Becken weist zu hohe PCB-Werte (ein giftiger Kunststoff) auf. Die politischen Diskussionen laufen, ein Vorstoss fordert zumindest eine Teilöffnung.