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KANTON LUZERN: Tagwache Willisau - Absturz fast ausgeschlossen

In Willisau erfolgte der Urknall eine Stunde später als in der Stadt Luzern. Wieso, darüber sind sich die Fasnächtler nicht einig. Die etwas spätere Tagwache zelebrierten die einen ausgelassen, die anderen seriös.
Der Tradition entsprechend zogen am Scmutzigen Donnerstag die Enzilochmannen mit ihren Tannli ins Städtli Willisau ein. (Bild: Nadia Schärli (Willisau, 8. Februar 2018))

Der Tradition entsprechend zogen am Scmutzigen Donnerstag die Enzilochmannen mit ihren Tannli ins Städtli Willisau ein. (Bild: Nadia Schärli (Willisau, 8. Februar 2018))

An den beiden grünen Kobolden liegts nicht. Sie sind parat, schon lange. Markus und Wäutu stehen an der Bar der Moorsträggeler im Städtchen Willisau und wärmen ihre Hände an einem Kafi. «Wir sind seit Mittwochabend unterwegs. Von uns aus könnte der Chlapf jetzt ertönen», sagt Wäutu. Der Urknall, der die Willisauer Fasnacht offiziell eröffnet, erfolgt eine Stunde später als in Luzern. Der Grund dafür ist, je nach Quelle, ein anderer. Einer der Moorsträggeler meint: «Das ist doch abartig. Normal wäre um 5 Uhr Start, aber weil sich einige Anwohner beschwerten, geht's seit einigen Jahren erst um 6 Uhr los.» Ein anderer sagt, dass sich um 5 Uhr fast keine Leute einfanden, darum haben man den Start nach hinten verschoben.

Wie dem auch sei. Um 6 Uhr knallt es. Danach fegen die Hürntalschränzer aus Buchs/Uffikon als erste Guuggenmusig los und die Enzilochmanne fallen mit ihren Tannli traditionsgemäss ins Städtchen ein. Gefolgt vom Stadttier mit seinem Wächter. Zunftmeister Roland Stocker, der sein Amt für zwei Jahre inne hat, geniesst den Moment. «Als Zunftmeister erlebt man die Sache ganz anders», sagt der langjährige Fasnächtler, der viele Jahre in einer Guuggenmusig spielte und zudem Gründungspräsident der Guuggenmusig «Lets Fets» war, die heuer ihr 25-Jahre-Jubiläum feiert.

Eine andere Willisauer Guuggenmusig, die Wegere Güsser, spielt als zweites Ensemble nach dem Urknall. Während einige ein helles Kafi oder einen duftenden Tee zum Aufwärmen trinken, bleibt Marcel an der Posaune cool und abstinent. «Dieses Jahr bleibe ich seriös. Meine Frau ist hochschwanger, so muss ich jederzeit damit rechnen, dass es losgeht», sagt er. Termin sei Samstag, gut möglich also, dass in Willisau ein waschechter Fasnächtler auftaucht und ein neuer Vater dennoch ein Glas hoch hebt.

Apropos hoch. Mit dem Motto «Über den Wolken» fallen die Männer und Frauen der Guuggenmusig Napfruugger selbst unter den vielen kostümierten Willisauern auf. Das Fluggerät aus Holz ist unübersehbar. So auch Urs, der mit seinem Wingsuit zielsicher eine Bar ansteuert und dort auf Trux stösst, der als Frau Holle eine gute Figur abgibt. Dass die Gruppe eine Bruchlandung fabriziert, ist so gut wie ausgeschlossen, wie Trux sagt. «Es ist unsere 43. Fasnacht. So schnell stürzen wir nicht ab.»

Roger Rüegger

roger.rueegger@luzernerzeitung.ch

Zur Tagwache in Willisau gehören die Enzilochmannen mit ihren Tannli ebensno dazu wie die Guuggenmusigen. (Bild: Nadia Schärli (Willisau, 8. Februar 2018))

Zur Tagwache in Willisau gehören die Enzilochmannen mit ihren Tannli ebensno dazu wie die Guuggenmusigen. (Bild: Nadia Schärli (Willisau, 8. Februar 2018))

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