KANTON LUZERN: UNO Academia-Preis geht an Uni Luzern

Die UNO Academia hat die juristische Arbeit zur internationalen Restitution von indigenen Kulturgütern einer Mitarbeiterin des Forschungszentrums «i-call» an der Universität Luzern prämiert.

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Das Uni-Gebäude an der Löwenstrasse 16 in LUzern. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Das Uni-Gebäude an der Löwenstrasse 16 in LUzern. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Zum zweiten Mal seit der Gründung im Jahre 2007 verlieh die UNO Academia am 5. November in Genf ihre beiden Wissenschaftspreise an junge Forschende. Ein Preis ging an Karolina Kuprecht, Rechtsanwältin, Forschungsmitarbeiterin und Doktorandin am Forschungszentrum für Internationales Kommunikations- und Kunstrecht («i-call») der Universität Luzern für ihre Arbeit zu den Forderungen der indigenen Völker auf Restitution ihrer Kulturgüter.

Die UNO Academia ist ein Netzwerk an der Schnittstelle zwischen den internationalen Organisationen und den Schweizer Hochschulen. Sie geht auf die Initiative des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten zurück und fördert den Austausch zwischen Diplomatie und Wissenschaft.

Indigene Objekte in Sammlungen weltweit
Die prämierte Arbeit untersucht das Recht an sakralen, spirituellen oder für indigene Stammesordnungen wichtigen Objekten und menschlichen Überresten, die zu Tausenden in öffentlichen und privaten Sammlungen aufbewahrt werden. Die Forderungen der indigenen Völker auf Rückgabe dieser Objekte entstanden durch eine kulturelle Wiederbelebung und eine neue Identifikation vieler indigener Völker wie z.B. der Indianer, der Aborigines oder der Maori.

Die Arbeit ist Teil eines internationalen Forschungsprojekts an der Universität Luzern, das sich mit dem Thema des internationalen Handels mit Kulturgütern von indigenen Völkern befasst. «i-call» der Universität Luzern lancierte das Nationalfondsprojekt diesen Herbst.

ana