Kanton Luzern will neue Energiequelle anzapfen

Der Kanton Luzern möchte die Nutzung von Tiefengeothermie als Energiequelle ermöglichen. Dazu braucht es eine entsprechende Gesetzesgrundlage und Abklärungen über geeignete Erdschichten.

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Der Bohrturm des gescheiterten Geothermie-Projekts in Basel. (Bild: Archiv Keystone)

Der Bohrturm des gescheiterten Geothermie-Projekts in Basel. (Bild: Archiv Keystone)

Erdwärme bietet eine nachhaltige und von Klima, Tages- und Jahreszeit unabhängige Energiequelle für die Wärme- und Stromerzeugung. Diese in der Erde gespeicherte Energie sei riesig und werde kontinuierlich neu gebildet, heisst es in einer Mitteilung des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartements. Jedoch werde bisher im Kanton Luzern nur die oberflächennahe Erdwärme genutzt.

Die Tiefengeothermie erschliesst den Bereich ab 400 bis über 5000 Meter unter der Erdoberfläche. Dabei wird aus der Tiefe Wasser mit Temperaturen zwischen 40 und 150 Grad hochgepumpt, das an der Oberfläche entweder zu Heizzwecken genutzt oder in Strom umgewandelt wird. Stromproduktionsanlagen aus tiefengeothermischen Wärmenutzungen seien in der Schweiz gegenwärtig aber noch keine verwirklicht.

Abklärungen laufen

Zudem sei noch nicht geklärt, ob es im Kanton Luzern überhaupt geeignete Schichten für die hydrothermale tiefengeothermische Nutzung gibt. Ein Fachteam stelle zurzeit im Auftrag des Kantons Luzern Grundlagen bereit, die aufzeigen sollen, ob und in welcher Weise im Kanton Luzern die Gegebenheiten für geothermische Nutzungen des tiefen Untergrundes aufgrund des heutigen Wissenstandes vorliegen.

Neues Gesetzt

Um die Grundlagen für die Ermittlung der geothermischen Potenziale und eine optimale Nutzung der Tiefengeothermie als Energiequelle zu schaffen, hat das Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement des Kantons Luzern die Vernehmlassung zu einem neuen Gesetz mit den entsprechenden Rahmenbedingungen eröffnet. Im neuen Gesetz über die Gewinnung von Bodenschätzen und die Nutzung des Untergrunds sollen die notwendigen rechtlichen Grundlagen für tiefengeothermische Projekte gelegt und die Nutzung des Untergrunds für Investoren attraktiv gemacht werden.

Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass sich der Kanton an Vorhaben zur Nutzung des Untergrunds beteiligen oder solche unterstützen kann.

pd/bep