KANTON LUZERN: Wirtschaft: Das Schlimmste ist überstanden

Die Luzerner Wirtschaft befindet sich in der Rezession. Es mehren sich aber die Anzeichen für eine Trendwende.

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Die Hotellerie im Kanton Luzern steckt weiterhin in der Krise. (Bild Roger Grütter/Neue LZ)

Die Hotellerie im Kanton Luzern steckt weiterhin in der Krise. (Bild Roger Grütter/Neue LZ)

Im dritten Quartal zeigen die Kennzahlen des Luzerner Konjunkturbarometers für die Industrie, den Detailhandel und das Gastgewerbe rückläufige Entwicklungen an. Einzig das Baugewerbe konnte im Vorjahresvergleich eine stabile Entwicklung verzeichnen, heisst es in einer Mitteilung von Statistik Luzern (Lustat).

Aber: Der Abschwung hat sich schweizweit leicht verlangsamt. Im Kanton Luzern deuten die Zeichen laut Lustat auf eine Stabilisierung hin. Allerdings sei bei der Beschäftigung nicht mit einer Verbesserung zu rechnen.

Bauwirtschaft zufrieden, Weihnachtsgeschäft schleppend
Die Bauwirtschaft war bislang weniger vom Konjunkturabschwung betroffen als die Gesamtwirtschaft. Die meisten befragten Luzerner Baubetriebe zeigten sich mit dem dritten Quartal zufrieden, heisst es in der Mitteilung. Allerdings wird im Hoch- und im Tiefbau fürs neue Jahr mit einem Rückgang bei den Aufträgen gerechnet.

Im Kanton Luzern stiegen die Umsätze im Juli lediglich um 0,6 Prozent, fielen im August um 3,7 Prozent und stiegen im September wieder knapp in den positiven Bereich. Vom Umsatzrückgang im August waren die grossen und mittelgrossen Betriebe am stärksten betroffen. Die Aussichten fürs Weihnachtsgeschäft sind trüb: bis zum Jahresende wird mehrheitlich mit gleichbleibenden oder rückläufigen Umsätzen gerechnet.

Gastgewerbe und Hotellerie triffts hart
Der seit einem Jahr anhaltende Abwärtstrend im Gastgewerbe setzte sich ungebremst fort, -7,4 Prozent im dritten Quartal. Bei den Hotels ging der Umsatz um 11 Prozent zurück, bei den Gaststätten um 4,4 Prozent.

Im Laufe des dritten Quartals wurde in jedem vierten Betrieb Personal abgebaut und der Personalbestand wird laut Lustat voraussichtlich weiter schrumpfen. Die Hotellerie sei zusätzlich zur rückläufigen Nachfrage mit sinkenden Preisen konfrontiert.

ana