Kanton Luzern zahlt nach Bundesgerichtsurteil an Schulreisekosten

Für Schulreisen und andere Anlässe darf den Eltern nach einem Entscheid des Bundesgericht nur noch 10 bis 15 Franken in Rechnung gestellt werden. Damit nicht die Luzerner Gemeinden die Folgen dieses Urteils alleine zu tragen haben, übernimmt der Kanton einen Viertel der Kosten.

Drucken
Teilen
Schüler auf der Schulreise von Weggis nach Luzern (Bild: Manuela Jans-Koch)

Schüler auf der Schulreise von Weggis nach Luzern (Bild: Manuela Jans-Koch)

Wie der Regierungsrat am Montag mitteilte, müssen die Gemeinden künftig die Kosten für Schulreisen oder Exkursionen übernehmen, dies weil die Volksschule unentgeltlich ist und dies auch für die obligatorischen Schulanlässe gilt. Die Eltern müssen lediglich für die Verpflegungskosten aufkommen.

Der Kanton übernehme im Rahmen der Pro-Kopf-Beiträge an die Volksschulen 25 Prozent der Kosten, die bei den Gemeinden anfielen, teilte der Regierungsrat mit. Damit die Unterschiede unter den Gemeinden nicht zu gross ausfallen würden, werde die Dienststelle Volksschulbildung Vorgaben zur Höhe der Gemeindebeiträge erlassen.

Der Regierungsrat war im Mai vom Kantonsrat beauftragt worden, eine Kostenbeteiligung zu prüfen. Das Parlament hatte mit 60 zu 40 Stimmen ein Postulat von Andy Schneider (SP) überwiesen. (sda)

Verzichten Klassen nun auf Schulreisen ins Verkehrshaus?

Weil Schulen den Eltern Kosten für obligatorische Exkursionen und Reisen nicht mehr verrechnen dürfen, könnten finanzschwache Gemeinden die Schulreise kippen. Das Verkehrshaus bangt um die Schüler - hat aber Erfahrung mit solchen Situationen.
Roger Rüegger

Luzern: Budget für Schulreisen schrumpft

Klassenlager werden für Eltern günstiger. Zudem können Schulen für obligatorische Ausflüge und Exkursionen von den Familien kein Geld mehr verlangen. Das Nachsehen dürften die Schüler haben.
Martina Odermatt