KANTON LUZERN: Zusammenschluss der Skigebiete in Sörenberg erneut ein Thema

Die Bergbahnen Sörenberg nehmen einen neuen Anlauf für den Zusammenschluss der Skigebiete Dorf und Rothorn. Die Firma will eine neue Sesselbahn bauen, einen Skilift verschieben, Beschneiungsanlagen erweitern und Pisten anpassen. Die Pläne dazu liegen ab Mittwoch öffentlich auf.

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Für den Zusammenschluss der Skigebiete Dorf und Rothorn nehmen die Bergbahnen Sörenberg einen neuen Anlauf. Im Bild: Gondeln der Bergbahnen Sörenberg. (Bild: Dominik Wunderli)

Für den Zusammenschluss der Skigebiete Dorf und Rothorn nehmen die Bergbahnen Sörenberg einen neuen Anlauf. Im Bild: Gondeln der Bergbahnen Sörenberg. (Bild: Dominik Wunderli)

Wie aus dem am Freitag publizierten Luzerner Kantonsblatt hervorgeht, wollen die Bahnen in einer ersten Etappe den bisherigen Skilift Eisee zur Talstation der Rothorn-Seilbahn und ins Gebiet Habchegg verschieben. Er soll die Verbindung vom Gebiet am Rothorn zum Dorf Sörenberg herstellen.

Als weitere kleinere Teilprojekte sind eine neue Beschneiungsanlage am Rothorn sowie Pistenanpassungen und Rodungen vorgesehen. Parallel dazu ist eine neue Vierersesselbahn als Ersatz für eine alte Bahn im Gebiet Eisee zum Rothorn in Planung. Diese Anlage muss jedoch vom Bundesamt für Verkehr bewilligt werden und ist nicht Gegenstand dieser Auflage.

Die Unterlagen zum Skilift, den neuen Beschneiungsanlagen und den Pistenanpassungen liegen ab dem 1. Februar bei der Gemeinde Flühli und beim Kanton Luzern öffentlich auf. Einsprachen sind während 20 Tagen möglich.

Wie Theo Schnider, Mitglied des Verwaltungsrats der Bergbahnen auf Anfrage sagte, sollen die Bauarbeiten im Sommer beginnen, damit die neue Sesselbahn und die Beschneiungsanlagen für die nächste Wintersaison bereit seien. Die Investitionen der ersten Ausbauetappe lägen in der Grössenordnung von zehn Millionen Franken.

Ein ursprüngliches Verbindungsprojekt für gegen 35 Millionen Franken hatten die Bergbahnen Sörenberg im Juni 2016 sistiert. Zuvor waren verschiedene Einsprachen eingegangen. Eine Überarbeitung verteuerte das Gesamtprojekt erheblich. Dieses soll nun in mehreren Etappen realisiert werden.

Mit einem Ausbau wollen die Bahnen das mittelgrosse Familienskigebiet langfristig erhalten. Das Luzerner Kantonsparlament hatte im Dezember 2015 den Bergbahnen für den Ausbau ein Darlehen von 1,8 Millionen Franken und eine Bürgschaft von 4,2 Millionen Franken versprochen. (sda)