KANTON NIDWALDEN: Häuser sollen weniger Energie brauchen

Der Nidwaldner Regierungsrat hat den Entwurf des totalrevidierten Energiegesetzes zu Handen der Vernehmlassung verabschiedet.

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Solaranlage auf einem Hausdach. (Bild Roger Grütter/Neue LZ)

Solaranlage auf einem Hausdach. (Bild Roger Grütter/Neue LZ)

Einheimische Energieträger wie Holz, Wasserkraft und Sonne decken in der Schweiz 15 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs ab, schreibt die Staatskanzlei Nidwalden in einer Mitteilung. Alle anderen Energieträger müssen importiert werden. Mehr als 45 Prozent der gesamten Energiemenge werde für das Heizen verwendet und gehe je nach Gebäudeumhüllung mehr oder weniger schnell verloren.

Gemäss Bundesverfassung sollen die Kantone sich um die effiziente Energieverwendung in Gebäuden kümmern. Das Gesetz über die sparsame Energienutzung und die Förderung erneuerbarer Energien beruht auf Mustervorschriften – ein Gesamtpaket energierechtlicher Vorschriften, das für alle Kantone eine Basis bildet.

550 Tonnen weniger CO2 pro Jahr
Der Kanton Nidwalden plant laut Staatskanzlei mit dem totalrevidierten Energiegesetz die Übernahme derjenigen Vorschriften, die für den Kanton zwingend notwendig sind. Die energietechnischen Anforderungen bei Neu- und Umbauten werden laut Staatskanzlei mit dieser Vorlage klar erhöht.

Die Energiedirektorenkonferenz hat beschlossen, die Anforderungen an Neubauten in der neuen Gesetzgebung auf etwa 4,8 Liter Heizöl pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr zu senken. So könnte in Nidwalden pro Jahr die Energie von rund 200'000 Litern Heizöl eingespart werden, was einer Reduktion des CO2-Ausstosses um zirka 550 Tonnen pro Jahr bewirke, heisst es weiter.

Stellungnahmen bis zum 13. Juli
Neubauten dürfen künftig höchstens 80 Prozent des Wärmebedarfs für Heizung und Warmwasser mit nichterneuerbaren Energien decken, schreibt die Staatskanzlei weiter. Mindestens 20 Prozent sollen aus erneuerbaren Energiequellen bezogen werden. Diese «80/20-Regel» ist bereits in 13 Kantonen eingeführt.

Stellungnahmen können bis am Montag, 13. Juli, bei der Staatskanzlei Nidwalden, Regierungsgebäude, 6371 Stans, sowohl schriftlich als auch in elektronischer Form (staatskanzlei@nw.ch) eingereicht werden.

ana