KANTON NIDWALDEN: Regierung will einen höheren Kinderabzug

In Übereinstimmung mit der kantonalen Steuerstrategie schlägt die Nidwaldner Regierung dem Bund die Einführung eines Eigenbetreuungsabzuges für Familien vor.

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Im Kanton Nidwalden soll der Abzug für die Betreuung von Kindern erhöht werden. (Symbolbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Im Kanton Nidwalden soll der Abzug für die Betreuung von Kindern erhöht werden. (Symbolbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Der Kanton Nidwalden habe in den vergangenen Jahren mehrere Mass-nahmen zur steuerlichen Entlastung von Familien umgesetzt, heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei Nidwalden. Die entsprechenden Bemühungen auf Bundesebene würden bei der Nidwaldner Regierung grundsätzlich auf Zustimmung treffen.

Sie spricht sich im Grundsatz für die sogenannte «Kombinationslösung» und damit für eine Erhöhung des Kinder- beziehungsweise Unterstützungsabzuges bei gleichzeitiger Einführung eines Abzuges für die Fremdbetreuungskosten aus.

Familien, die selber für ihr Kind sorgen ebenfalls entlasten
Die Integration des Versicherungsabzuges für Kinder in den Kinderabzug widerspreche jedoch nach Auffassung der Nidwaldner Regierung dem Gebot der Steuerharmonisierung, heisst es in der Mitteilung weiter. Dasselbe gelte für den Alternativvorschlag der Einführung eines neuen Elterntarifs anstelle der Erhöhung des bestehenden Kinderabzuges.

Der vom Bund vorgeschlagene Fremdbetreuungskostenabzug gelange im Kanton Nidwalden bereits zur Anwendung. Ergänzend schlägt die Nidwaldner Regierung dem Bund vor, auch Familien, die in Eigenregie für die Betreuung ihrer Kinder sorgen, einen Steuerabzug zu gewähren.

Aufteilung des Kinderabzugs wird abgelehnt
Der Vorschlag des Bundesrates, den Alleinerziehenden weiterhin den Verheiratetentarif zu gewähren, wird von der Nidwaldner Regierung laut Mitteilung unterstützt. Auch diese Regelung findet im Kanton Nidwalden bereits Anwendung.

Die geplante Aufteilung des Kinderabzuges auf beide Elternteile bei getrennt lebenden Paaren mit Kindern unter gemeinsamer elterlicher Sorge jedoch wird von der Nidwaldner Regierung abgelehnt.

ana