KANTON NIDWALDEN: Wirte entscheiden, ob geraucht werden darf

Am 1. März 2009 treten das neue Gesundheitsgesetz und die neue Gesundheitsverordnung in Kraft. Die neuen Vorschriften betreffen das Rauchen in der Öffentlichkeit und das Gesundheitswesen im Allgmeinen.

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Rauchen in der Beiz: Es liegt in der Hand des Wirts. (Symbolbild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Rauchen in der Beiz: Es liegt in der Hand des Wirts. (Symbolbild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Ab dem 1. März 2009 ist das Rauchen in öffentlich zugänglichen Gebäuden des Kantons grundsätzlich verboten. In abgetrennten und belüfteten Räumen sowie bei bestimmten Veranstaltungen kann das Rauchen weiterhin gestattet werden.

Betreiber von Restaurants und Bars können aber weiterhin frei entscheiden, ob in ihrem Lokal geraucht wird oder nicht. Sie sind ab dem 1. März 2009 jedoch verpflichtet, am Eingang eine entsprechende Deklaration anzubringen.

Neu sind Automaten zum Verkauf von Tabak und Tabakerzeugnissen verboten. Ausgenommen sind jene Geräte, bei denen geeignete Massnahmen den Verkauf an Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ausschliessen.

Bewilligungen im Gesundheitswesen
Im Interesse des Gesundheitsschutzes der Bevölkerung wurden die Vorgaben für die Berufsausübungs­bewilligung den aktuellen Verhältnissen sowie der neusten Gesetzgebung des Bundes angepasst.

Weiterhin benötigen in erster Linie Gesundheitsfachpersonen eine Berufsaus­übungsbewilligung, die gewerbsmässig in universitären Medizinalberufen oder als Leistungserbringer gemäss eidgenössischem Krankenversiche­rungs­gesetz (KVG) tätig sind.

Andere Gesundheitsfachpersonen, die in Berufen mit besonderem Gefährdungspotential tätig sind, benötigen ebenfalls eine Berufsausübungsbewilligung.

Weitere Neuerungen im Gesundheitsgesetz
Die Ausübung von Berufen in den Bereichen Heilpädagogik, medizinische Massage, Orthopädietechnik, Reflexzonenmassage, Zahnprothetik, Zahntechnik ist künftig nicht mehr bewilligungspflichtig.

Inhaber solcher Bewilligungen können sich ab dem 1. März 2009 nicht mehr auf die Aufsicht des Gesundheitsamtes sowie den Schutz ihrer Bewilligungen durch diese Behörde berufen.

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