KANTON NIDWALDEN: «Wunschprogramm und daher unverbindlich»

Die Grünen Nidwalden begrüssen grundsätzlich den Entwurf des Energiegesetzes. Sie fordern jedoch auch klare Energiespar­ziele.

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Erneuerbare Energien - wie Windkraft - soll stärker gefördert werden. (Archivbild Marius Schären/Neue LZ)

Erneuerbare Energien - wie Windkraft - soll stärker gefördert werden. (Archivbild Marius Schären/Neue LZ)

Mit der Einführung des Basismoduls der Mustervorschriften im Energiebereich ist ein Grundstein für die Energieeffizienz im Gebäudebereich gelegt. Aus diesem Grunde begrüsst die Partei die Stossrichtung des Gesetzesentwurfs, wie sie in einer Mitteilung vom Mittwoch verlauten lässt.

Gleichzeitig müssen aber der Wärmebedarf und der Strombedarf aus erneuerbaren Energien bis 2035 beziffert werden. Nur mit klaren Zielsetzungen können entsprechende Massnahmen gefördert und umgesetzt werden. «Ansonsten bleibt das Gesetz Wunschprogramm und daher unverbindlich», moniert der Grüne Landrat Conrad Wagner.

Grüne fordern Förderabgabe
Für eine professionelle und glaubwürdige Umsetzung sind die Fördermassnahmen mit entsprechenden Förderbudgets zu besetzen. Die bisherigen Mittel reichten jeweils nur für einen Teil des Jahres aus, was zu einer Planungsunsicherheit bis hin zu einem Planungs-Chaos für die Bauherrschaft führte. Die Grünen Nidwalden verlangen die Einführung einer Förderabgabe.

Erneuerbare Energien, insbesondere Solaranlagen, sollen als Standard bei allen Neubauten geprüft und in den meisten Fällen für einen festgelegten Teil des Energiebedarfs eingesetzt werden.

ost