KANTON: Polizei warnt vor «Poppers»

Gleich zwei Partygänger mussten am vergangenen Wochenende in Spitäler eingewiesen werden, weil sie an Fasnachtsbällen chemische Substanzen mit Rauschwirkung, sogenannte Poppers, konsumierten. Die Staatsanwaltschaft Luzern warnt vor dem gefährlichen Konsum.

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An zwei Fasnachtsbällen im Kanton Luzern wurden sogenannte «Poppers» konsumiert. Poppers sind chemische Rauschmittel, die bis zum Koma führen können. (Symbolbild Drogenkonsum am Fasnachtsball) (Bild: Neue LZ (Archiv))

An zwei Fasnachtsbällen im Kanton Luzern wurden sogenannte «Poppers» konsumiert. Poppers sind chemische Rauschmittel, die bis zum Koma führen können. (Symbolbild Drogenkonsum am Fasnachtsball) (Bild: Neue LZ (Archiv))

Die beiden Vorfälle ereigneten sich am Samstag in Kriens und Ruswil. An Fasnachtsbällen haben 22-jährige Männer neben Alkohol auch ein chemisches Rauschmittel konsumiert. Dabei handelte es sich um «Poppers», welche zu Rauschzwecken inhaliert werden. Die beiden Männer hatten das Produkt fälschlicherweise getrunken. Beide Partygänger mussten ins Spital eingeliefert werden. Einer der beiden Männer befand sich zeitweise in einem kritischen Zustand, wie die Luzerner Staatsanwaltschaft am Montag mitteilt.

Eine Überdosis von Poppers kann aber auch durch das Inhalieren zu Blutdruckabfall, Schock, Blutarmut und zum Koma führen. Die Luzerner Untersuchungsbehörden warnen dringend vor dem Konsum solcher Substanzen.

Achtung vor der Verwendung von falschen Ausweisen

Zudem warnen die Untersuchungsbehörden vor der Verwendung von falschen Ausweisen. Vermehrt wird an Fasnachtsbällen festgestellt, dass Jugendliche unter 16 Jahren den Ausweis einer anderen Person vorweisen, um Einlass an den Fasnachtsball zu erhalten. Die Staatsanwaltschaft macht darauf aufmerksam, dass sowohl die Benutzung, wie auch das zur Verfügung stellen von Ausweisen strafbar ist. Jugendliche müssen mit einem
Strafverfahren und einem Eintrag ins Strafregister rechnen.

pd/nop