Kanton prüft ab 2020 Qualität

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Sportvereine Mehr Bürokratie oder mehr Verbindlichkeit? Urs Dickerhof, Präsident der IG Sport Luzern, stellte kürzlich anlässlich eines Round Table eine neue Qualitätssicherung für die Sportvereine im Kanton vor. Geplant ist ein Online-Frage­bogen mit 50 bis 60 Fragen, erarbeitet von der IG Sport Luzern. Die Vereine müssen nächstes Jahr den Bogen erstmals ausfüllen. Es geht um Fragen der Vereinsstrukturen, der Förderung des Kinder- und Jugendsports sowie der Sicherheit, Prävention und Integration.

Die IG Sport Luzern als Interessenverband wird im Auftrag des kantonalen Gesundheits- und ­Sozialdepartements die Umfrage auswerten und gegebenenfalls Stichproben machen. Ist alles in Ordnung, erhalten die Vereine ein Qualitätssiegel. Das Erreichen des Labels soll mit einem möglichst geringen zeitlichen und personellen Aufwand möglich sein, stellte Dickerhof klar. Von den Vereinsvorständen kam aber auch die Forderung, dass die IG Sport Luzern die entsprechenden Konzepte, Kurse und Infomaterialien den Vereinen zur Verfügung stellt. Nach einer Übergangsphase soll die Qualitätsprüfung ab 2020 definitiv eingeführt werden.

Rechtfertigung für Swisslos-Gelder

Hintergrund dieser Zertifizierung ist laut Dickerhof die Geldvergabe über Swisslos und den Kanton Luzern: «Swisslos-Gelder müssen in den Kantonen zweckgebunden dem Sport, der Kultur und dem Sozialen zugeführt werden. Das Qualitätslabel ist als Motivation und Chance für die Vereine zu verstehen. Ihre wichtige und grösstenteils auf ehrenamtlicher Basis beruhende Arbeit soll bei entsprechend hohem Qualitätsstandard belohnt werden.»

Gleichzeitig biete das Label Gewähr für eine «gut funktionierende und hochwertige Luzerner Sportvereinslandschaft». Die Grundlage für die Qualitätssicherung bieten das per 2017 überarbeitete sportpolitische Konzept des Kantons und das kantonale Sportförderungsgesetz. (avd)