Kanton sagt Nein zu Tempo 30 bei Nacht

Die Stadt will prüfen, ob nachts nur noch mit Tempo 30 gefahren werden soll. Doch gleich mehrere Punkte sprechen dagegen.

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Tempo 30 ist in Luzerner Quartieren gang und gäbe (hier in der Fluhmattstrasse). Vor allem Linke Politiker verlangen eine allgemeine Ausweitung während der Nacht. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Tempo 30 ist in Luzerner Quartieren gang und gäbe (hier in der Fluhmattstrasse). Vor allem Linke Politiker verlangen eine allgemeine Ausweitung während der Nacht. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Tagsüber Tempo 50, nachts Tempo 30. Diese Idee aus der Stadt hat auf Hauptstrassen kaum Chancen. Der Luzerner Stadtrat prüft, ob man in der Stadt flächendeckend Tempo 30 während der Nacht einführen soll, um so die Lärmimmissionen zu verringern. Ein entsprechendes Postulat von SP und Grünen hat er überwiesen.

Doch beim Kanton, der für die Hauptstrassen verantwortlich ist, hält man davon nichts. «Für die Kantonsstrassen in der Stadt ist Tempo 30 in der Nacht keine Option», sagt Andreas Heller, Abteilungsleiter der Dienststelle Verkehr und Infrastruktur. Es fehle der politische Wille von Seiten Regierungsrat, und eine nächtliche Temporeduktion sei kaum umsetzbar. «Unsere Erfahrung zeigt: Wenn wir nur die Signalisation ändern, hält sich praktisch niemand ans neue Tempo.» Nötige bauliche Massnahmen seien aber in der Stadt nicht möglich.

Absolut gegen den Vorschlag von SP und Grünen ist der TCS. Alex Mathis, Geschäftsführer der Sektion Waldstätte, sagt: «Es ist bereits jetzt ein unheimlicher Trend da, die Autos aus der Stadt zu verbannen. Das wäre ein weiterer Schritt in diese Richtung.» Zudem, so Mathis, mache es lärmtechnisch bei modernen Fahrzeugen kaum noch einen Unterschied, ob sie mit 30 oder 50 Kilometern pro Stunde fahren würden.

Stefan Roschi

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