Kanton unterstützt Fusion mit 8,5 Millionen

Der Luzerner Regierungsrat will eine Fusion von Pfeffikon und Rickenbach mit einem Beitrag von 8,5 Millionen Franken unterstützen. Den Zusammengang der beiden Gemeinden sieht er als Chance für die Entwicklung der Region Michelsamt.

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Am Dorfeingang der Gemeinde Pfeffikon. (Bild: Archiv Neue LZ)

Am Dorfeingang der Gemeinde Pfeffikon. (Bild: Archiv Neue LZ)

Mit dem Beitrag werde die schwierige finanzielle Lage der beiden Gemeinden berücksichtigt, hiess es in einer Mitteilung der Luzerner Staatskanzlei vom Mittwochabend. Besonders die kleine Gemeinde Pfeffikon hätte nach Ansicht des Regierungsrates im Alleingang sehr begrenzte Entwicklungsmöglichkeiten.

In den 8,5 Millionen Franken enthalten sind ein Beitrag zur Entschuldung der beiden Kommunen, ein Zustupf an die dringend nötige Sanierung der Abwasserentsorgung in Pfeffikon und 50 Prozent der Reorganisationskosten.

Pfeffikon wurde im laufenden Jahr ein Sonderbeitrag von 2 Millionen Franken ausbezahlt. Der Regierungsrat ist laut der Mitteilung überzeugt, dass die Gemeinde mit den 8,5 Millionen Franken in eine positive finanzielle Zukunft gehen kann. Pfeffikon hat rund 740 Einwohner, Rickenbach 2300.

Bewilligt hat der Regierungsrat auch einen Antrag der Gemeinden, die Gemeinderatswahlen vom Mai auf September 2012 zu verschieben. Die Frist zwischen der Abstimmung am 11. März und dem Wahltermin Anfang Mai wäre zu kurz, um die Fusionsabstimmung vorzubereiten und gleichzeitig Gemeinderatsmitglieder zu suchen.

Eine Fusion von insgesamt vier Gemeinden im Michelsamt - Pfeffikon, Rickenbach, Beromünster und Neudorf - scheiterte im vergangenen Sommer. Pfeffikon und Rickenbach hatten danach im Zusammenhang mit neu aufgenommenen Verhandlungen beim Kanton um einen Beitrag nachgefragt.

sda