Kanton warnt Gemeinden vor Neonazis

Der Kanton Luzern mahnt Gemeinden und Schützenvereine zur Vorsicht. Anlass dazu sind deutsche Neonazis, die im Raum Luzern Schiessübungen durchgeführt haben sollen.

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Abklärungen der Luzerner Polizei haben jedoch bisher keine Hinweise darauf ergeben, dass die in verschiedenen Medienberichten erwähnten Schiessübungen tatsächlich stattgefunden haben. Die Rechtsextremen hätten in der Umgebung von Luzern ein Schützenhaus für 160 Franken gemietet; rund 20 «Kameraden» hätten an der Schiessübung teilgenommen, wie die «Sonntagszeitung» jüngst berichtete und sich dabei auf Dokumente der Autonomen Antifa Freiburg beruft.

Mit einem Brief fordert das Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern Gemeinden und Schützenvereine auf, bei der Vermietung von Räumlichkeiten besonders auf Gruppierungen mit potenziell rechtsextremen Hintergrund zu achten. Schon 2001, 2003, 2005 und 2007 habe der Regierungsrat die Gemeinden und Vereine auf die Problematik aufgemerksam gemacht, heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei.

Die Veranstaltungen seien oft als Geburtstagspartys, Liederabende oder auch als CD-Taufen getarnt. Diese Gruppierungen nutzen solche Veranstaltungen als eigentliche Plattformen für die Verbreitung ihres extremistischen Gedankengutes. So wurde 2005 ein unbewilligter Anlass im Wallis zu einem europaweit wahrgenommenen Neonazi-Konzert.

rem/avd