KANTONSFINANZEN: Schülerorganisationen gegen Sparmassnahmen

Der Verband Luzerner Schülerorganisationen lehnt drei von der Regierung vorgesehene Sparmassnahmen im Bereich der Bildung ab. Mit einer Petition wehrt er sich gegen höheres Schulgeld, eine zusätzliche Ferienwoche und höhere Elternbeiträge für den Instrumentalunterricht.

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In der Region Willisau soll es nur noch drei Musikschulen geben. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

In der Region Willisau soll es nur noch drei Musikschulen geben. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Dass aus solidarischen Gründen alle Departemente sparen müssten, sei nachvollziehbar, schreibt der Verband Luzerner Schülerorganisationen (VLSO) in der am Montag vorgestellten Petition. Drei Punkte führten jedoch zu einem erheblichen Leistungsabbau in der Bildung, der nicht akzeptabel sei.

Konkret lehnt der Verband die Erhöhung des Schulgeldes in der postobligatorischen Schulzeit von 465 Franken auf 765 Franken ab. Diese Erhöhung stelle nicht nur einen Nachteil für viele Familien im Kanton dar, sondern mache den Kanton als Bildungsstätte deutlich unattraktiver.

Die Schülerorganisationen wehren sich zudem "gegen die Einführung einer Zwangsferienwoche". Dadurch müsse der Schulstoff gekürzt oder weniger detailliert besprochen werden. "Davon sind vor allem schwächere Schüler betroffen, die in dieser Woche nicht pädagogisch unterstützt werden", schreiben sie in der Petition.

Den dritten Punkt, den die Schülerorganisationen kritisieren, betrifft die geplante Erhöhung der Elternbeiträge für den freiwilligen Instrumentalunterricht an kantonalen Schulen. Dies schaffe eine "enorme soziale Ungleichheit" und erschwere die Bildung im musischen Bereich.

Die Luzerner Regierung hatte im Oktober bei der Präsentation des Budgets 2016 zahlreiche Sparideen vorgestellt. Betroffen von der "strikten Budgetdisziplin" der Regierung ist insbesondere der Bereich der Bildung. Das Parlament berät das Budget Ende November. (sda)