KANTONSGERICHT: Aus Fehlern im Fall Lucie nichts gelernt?

Wieder steht der Schwyzer Kantonsgerichtspräsident Martin Ziegler in der Kritik. Wieder geht es um Handydaten in einem Tötungsdelikt.

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Der Schwyzer Kantonsgerichtspräsident Martin Ziegler soll nach dem Fall Lucie erneut Handydaten blockiert haben. Diesmal im Fall der 17-jährigen Schwyzerin Boi Ngoc Nguyen. Sie wurde im Juni im Tessin tot aufgefunden: Ein Tötungsdelikt kann nicht ausgeschlossen werden.

Laut «10 vor 10» hat der im Fall Boi zuständige Schwyzer Untersuchungsrichter im Dezember 2009 vom Eidgenössischen Justizdepartement die Handydaten eines Bekannten von Boi verlangt. Dieser sitzt mittlerweile in Haft.

Das Eidgenössische Justizdepartement lieferte den Schwyzer Untersuchungsbehörden noch im selben Monat die Handy-Verkehrsdaten der letzten sechs Monate. Allerdings gestattete Kantonsgerichtspräsident Martin Ziegler nicht die Nutzung sämtlicher gelieferter Daten.

Im Juni dann verlangten die Aargauer Ermittlungsbehörden von den Schwyzer Kollegen die von Ziegler blockierten Handydaten. Erst am Freitag gab Ziegler die Daten frei.

Harry Ziegler

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.