KANTONSPOLIZEI LUZERN: Leichte Fälle bearbeitet die Polizei nicht

Die Polizei beklagt einen massiven Personalmangel. Und verzichtet bei leichten Straftaten auf Ermittlungen.

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Einbruchdiebstahl: Den oder die Täter zu ermitteln, ist of aufwändig. (Bild Keystone)

Einbruchdiebstahl: Den oder die Täter zu ermitteln, ist of aufwändig. (Bild Keystone)

Die Luzerner Polizeikorps laufen bei der Arbeitsbelastung am Limit. Dies erklärten Stadt- und Kantonspolizei gestern an einer Medienkonferenz. Weil es an Personal fehle, weil die Fälle immer komplexer und die Ermittlungen aufwändiger würden, könne nicht mehr in allen Fällen ermittelt werden: «Wenn bei einem Einbruchdiebstahl die Deliktsumme um die 5000 Franken beträgt, ermitteln wir kaum weiter», sagte Daniel Bussmann, der Chef der Kriminalpolizei.

Beat Hensler, Kommandant der Kantonspolizei, rechnete vor, den beiden Korps fehlten total 100 Stellen. Auch die Luzerner Justiz- und Sicherheitsdirektorin Yvonne Schärli ortet «eine personelle Lücke, die geschlossen werden muss». Einen umfassenden Sicherheitsbericht will das Departement Schärli der Gesamtregierung Ende des Monats vorlegen.

SVP-Sicherheitspolitiker kritisch
Gegen eine Aufstockung der Stellen formiert sich aber bereits Widerstand. SVP-Kantonsrat Hanspeter Bucher, Mitglied der Justiz- und Sicherheitskommission, hat bei der Polizei vielmehr ein Führungsproblem ausgemacht: «Ich vermute, das Personal wird falsch eingesetzt.»

Michael Widmer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung