KANTONSRAT: Bei Lammschluchtsanierung wird Gas gegeben

Die Strasse durch die Lammschlucht soll sicherer und deshalb neu gebaut werden. Der Luzerner Kantonsrat hat am Montag eine Motion mit 59 zu 41 Stimmen gutgeheissen, die eine Beschleunigung des Projektes verlangt.

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Guido Bucher steht bei der Lammschlucht auf dem Weg Richtung Flühli. (Archivbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Guido Bucher steht bei der Lammschlucht auf dem Weg Richtung Flühli. (Archivbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Die Strasse von Schüpfheim in Richtung Sörenberg muss in der Lammschlucht wegen Naturereignissen immer wieder gesperrt werden, etwa im November 2006 oder im März 2007. Betroffen ist dabei jeweils auch der Tourismus in Sörenberg.

Die Strasse gehöre zu den gefährlichsten im Kanton Luzern, erklärte Guido Bucher (FDP). Er verlangte, dass die Sicherung der Strasse in der Lammschlucht prioritär behandelt wird. Auch der Bau eines Umfahrungstunnels sei in die Überlegungen mit einzubeziehen.

Der Neubau der Strasse durch die Lammschlucht auf einem alternativen Trassee ist ein alter Wunsch von Flühli und Sörenberg. Aus Kostengründen wurden die Projekte nicht weiter verfolgt.

Planung kann vorangetrieben werden
Mit dem Entscheid des Parlaments stehen die Chancen aber gut, dass bis 2011 ein Bauprojekt vorliegt. Noch im April soll entschieden werden, welche der vorgeprüften Varianten weiter verfolgt werden soll. Die teuerste Variante mit einem 890 Meter langen Tunnel kostet gemäss Regierungsrat 68 Millionen Franken.

Baudirektor Max Pfister erklärte im Parlament, eine Sanierung der bestehenden Strasse sei zwar möglich, aber nicht dauerhaft. Damit die Regierung die Planung eines Strassenneubaus vorantreiben könne, brauche es einen Beschluss des Parlaments.

Der Rat zeigte sich gespalten. Josef Roos (SVP) sagte den Skeptikern, es gehe "um Leben oder Tod". Die Strasse sei die einzige Lebens- und Wirtschaftsader von Flühli und Sörenberg.

Josef Durrer (CVP) dagegen sagte, die Motion bringe das Strassenbauprogramm durcheinander. Michael Töngi (Grüne) hielt fest, es gebe auch andere gefährliche Strassen, etwa gewisse Kreuzungen in der Agglomeration.

Marcel Omlin (SVP) hatte ebenfalls ordnungspolitische Bedenken. Für Nino Froelicher (Grüne) ist die Motion ein "Schnellschuss".

Trotz diesen Einwänden überwies der Rat den Vorstoss als Motion und nicht als unverbindlicheres Postulat.

sda