KANTONSRAT: Beim Übertrittsverfahren bleibt alles beim Alten

Luzerner Schüler sollen weiterhin nicht nur nach der 2. Sekundarklasse, sondern auch nach der 3. ins Kurzzeitgymnasium übertreten können. Dies hat am Dienstag der Kantonsrat entschieden.

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Eine Sekundarschule in Sursee (Symbolbild). (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

Eine Sekundarschule in Sursee (Symbolbild). (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

Der Kantonsrat nahm von einem Planungsbericht des Regierungsrates zum Übertrittsverfahren mit 85 zu 22 Stimmen ablehnend Kenntnis. In dem Bericht hatte die Kantonsregierung angekündigt, dass das ordentliche Übertrittsverfahren auf die 2. Sekundarklasse beschränkt werden solle.

Der Regierungsrat begründete dies damit, dass die Lehrpläne des Kurzzeitgymnasiums auf denjenigen der 2. Sekundarklasse aufbauten. Mit der Massnahme könnte der Kanton aber auch einige 100'000 Franken sparen. Deshalb wurde die Vorlage in der Sondersession zum Sparpaket "Leistungen und Strukturen II" behandelt.

Alle Fraktionen übten Kritik an den Plänen der Regierung. Es wurde darauf hingewiesen, dass heute mehr Sekschüler nach der 3. als nach der 2. Klasse ins Kurzzeitgymnasium wechseln würden.

Eine Einschränkung des Übertrittsverfahrens würde die Jugendlichen in der schwierigen Phase der Berufswahl treffen, erklärten mehrere Fraktionssprecherinnen. Der Übertritt nach der 3. Sekundarklasse habe den Vorteil, dass sich die Jugendlichen mehr Zeit lassen könnten, sagte etwa Jacqueline Mennel (SP).

Sepp Furrer (CVP) dagegen unterstützte die Pläne der Regierung. Es könne von der künftigen Elite erwartet werden, dass sie entscheidungsfreudig sei, sagte er.

Dem pflichtete Regierungsrat Reto Wyss bei. Wer eine Lehre machen wolle, müsse sich auch vor Ende der Sekundarschule entscheiden, sagte er.

Hinweis: So haben die Parlamentarier abgestimmt »

(sda)