KANTONSRAT: Bund soll das Ordonanzwaffen-Problem lösen

Ordonanzwaffen können gefährlich sein. Diese Meinung vertritt der Luzerner Kantonsrat. Handlungsbedarf auf kantonaler Ebene sieht er aber nicht. Der Rat verweist auf den Bund: Dieser sei gefordert.

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Laut dem Luzerner Kantonsrat soll der Bund dafür sorgen, dass Ordonanzwaffen abgegeben werden müssen. (Bild Keystone)

Laut dem Luzerner Kantonsrat soll der Bund dafür sorgen, dass Ordonanzwaffen abgegeben werden müssen. (Bild Keystone)

Das Kantonsparlament überwies deshalb die zu diesem Thema von der SP und den Grünen eingereichten Vorstösse nur in der unverbindlichen Form von Postulaten. Gegen die Überweisung war die SVP, die die Schützen-Tradition gefährdet sah.

Justizdirektorin Yvonne Schärli sagte, die Regierung vertrete die klare Meinung, dass Ordonanzwaffen nicht in Privathaushalte gehörten. Die Regierung handle aber nicht, weil in diesem Bereich der Bund zuständig sei. Sie betonte, dass es hier um eine Sicherheitsfrage gehe und nicht um Ideologie.

Margrith Steinhauser (SP) machte sich in ihrem Postulat dafür stark, dass Militärangehörige einen Waffenschein brauchen, wenn sie nach dem Abschluss der Dienstpflicht die Waffe behalten wollen.

Kein eigenes Recht
Die Regierung wies darauf hin, dass der Kanton hier kein eigenes Recht setzen dürfe. Schon heute würden die Dienstpflichtigen, die die Waffen behalten wollten, von der Kantonspolizei überprüft.

Auch bei der Forderung von Katharina Meile (Grüne) sieht sich der Kanton nicht zuständig. Meile wollte, dass der Kanton einen sicheren Lagerraum zur Verfügung stellen solle, in dem die Oronanzwaffen gelagert werden können.

Silvana Beeler (SP) wünschte sich eine Kampagne für das Einsammeln nicht mehr gebrauchter Waffen. Die Regierung gab in ihrer Antwort zu, dass in der Bevölkerung offenbar noch zu wenig bekannt sei, dass Waffen zur Entsorgung abgegeben werden können.

sda