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KANTONSRAT: CVP: Die alte Garde tritt ab

16 Bisherige treten nicht mehr zu den Wahlen an allein 9 sind von der CVP. Parteipräsident Pirmin Jung will trotzdem nicht von einem Aderlass sprechen.
Ein Teil der 39 Kantonsräte starken CVP-Fraktion während der ersten Session am 20. Juni 2011 nach den letzten Wahlen. (Bild: Pius Amrein)

Ein Teil der 39 Kantonsräte starken CVP-Fraktion während der ersten Session am 20. Juni 2011 nach den letzten Wahlen. (Bild: Pius Amrein)

Die Namen aller Kandidaten finden Sie online unter www.luzernerzeitung.ch/bonus

Alexander von Däniken und Lukas Nussbaumer

631 Kandidaten treten am 29. März zu den Luzerner Kantonsratswahlen an ein Rekord. Allerdings dürften es die neuen Kandidaten dieses Mal besonders schwer haben, einen Sitz im 120-köpfigen Parlament zu ergattern. Denn 104 Bisherige treten wieder an – so viele wie seit 2003 nicht mehr (siehe Grafik). Auffallend ist: 9 von 16 Kantonsräten, die nicht mehr antreten, stammen von der CVP. Darunter auch politische Schwergewichte wie Hans Aregger (53/im Amt seit 1999), der ehemalige Kantonsratspräsident Sepp Furrer (64/2003), der ehemalige Emmer Gemeindepräsident Thomas Willi (57/2001) oder der ehemalige Fraktionschef Bruno Schmid (54/1995). Von der FDP treten 5 Kantonsräte nicht mehr an, seitens SP und SVP je eine Person (siehe Box).

«Noch immer viele Top-Leute»

Wie verkraftet die CVP als mit 39 Mitgliedern grösste Kantonsratsfraktion diesen Aderlass? CVP-Präsident Pirmin Jung: «Es ist definitiv kein Aderlass. Die Zahl der nicht mehr Antretenden entspricht dem Durchschnitt der letzten Wahlen.» Natürlich seien einige Abgänge nicht leicht zu verkraften. «Aber wir haben immer noch viele Top-Leute, die wieder antreten.» Dazu zählt Jung-Fraktionschef Ludwig Peyer (Willisau) sowie seine beiden Stellvertreter Adrian Bühler (Eschenbach) und Andrea Gmür-Schönenberger (Luzern).

Trotzdem: Mit jedem Sitz, der neu besetzt werden muss, steigt das Risiko, dass eine andere Partei den Vorzug erhält. «Wir haben in jedem Wahlkreis eine ganze Bandbreite von hervorragenden Kandidaten», sagt Jung dazu. «Jeder CVP-Kandidat wäre ein fähiger Kantonsrat.» Es sei auch klar, dass ein Kantonsrat nach zwei, drei Legislaturen an einen Rücktritt denke. Manchmal kündige ein Kantonsrat schon bei erneutem Amtsantritt an, dass es die letzte Legislatur sei. «Dann kann der zuständige Wahlkreis schon etwas vorsondieren», sagt Jung. Was aber nicht heisse, für die Nachfolge nur einen Kandidaten aufzubauen. «Wir präsentieren den Wählern Kandidaten verschiedenen Alters, Geschlechts oder Berufs und wollen den Wählern damit auch eine Auswahl bieten.»

Politiker und ein Verbandschef

Unter den neuen Kandidaten gibt es einige bekannte Namen. Zum Beispiel gleich zwei Krienser Gemeinderäte: Cyrill Wiget (Grüne) und Matthias Senn (FDP). Einen Kantonsratssitz ergattern wollen unter anderen auch Gewerbeverbandsdirektor Gaudenz Zemp (FDP), Filmförderer Urban Frye (Grüne) oder Kai Meusel (parteilos, ehemaliger Bademeister im Lido Luzern).

Älteste Kandidatin ist 72

Die älteste aller neuen Kandidaten ist Sophie Unterhuber (72, BDP/Stadt Luzern), während der Jüngste, Jan Hürli­mann (18, Junge Grüne/Schachen), das Alter für das passive Wahlrecht gerade knapp erfüllt. Das aktuell älteste Ratsmitglied stammt aus der SVP und heisst Räto Camenisch (Kriens), der seit 2011 im Parlament sitzt. Der 69-jährige Camenisch kandidiert erneut. Auch schon 68-jährig ist Herbert Widmer (FDP, Luzern). Er tritt ebenfalls erneut an für die bereits sechste Legislatur. Auffällig: Sowohl Camenisch als auch Widmer sind Ärzte.

Zwei Neue hinzugekommen

Ebenfalls auffällig: Die Liste der Kandidaten hat sich seit Montagabend um zwei Namen verlängert. Als Grund gibt das Amt für Gemeinden auf Anfrage an, dass die Wahlfähigkeit von zwei Personen erst später festgestellt werden konnte. Damit haben sich sämtliche von den Parteien und politischen Organisationen gemeldeten Kandidaten als wählbar herausgestellt. Hätte jemand die Anforderungen an die Wählbarkeit nicht erfüllt, hätte es den Parteien offen gestanden, diese Person durch einen anderen Kandidaten zu ersetzen.

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