Kantonsrat
Der Ballwiler Markus Odermatt tritt aus dem Parlament zurück

Weil die zeitliche Belastung zu gross wurde, hört der 54-jährige Landwirt als Kantonsrat auf. In Erinnerung bleibt seine Rolle bei der abgelehnten Seetaler Umfahrungsstrasse.

Reto Bieri
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Am Montag nimmt CVP-Kantonsrat Markus Odermatt den Hut. Der Ballwiler tritt nach 14 Jahren aus dem kantonalen Parlament zurück. Als Grund nennt der 54-jährige Landwirt die berufliche Belastung. Die politische Arbeit sowie jene auf dem 13 Hektaren grossen Hof habe er dank der Unterstützung seines Vaters jeweils gut bewältigen können. Seit dessen Tod vor zwei Jahren sei es aber zunehmend schwierig geworden.

Tritt zurück: Markus Odermatt, CVP, Ballwil.

Tritt zurück: Markus Odermatt, CVP, Ballwil.

Bild PD

Mitten in der Legislatur aufzuhören, falle ihm im Hinblick auf seine Wählerinnen und Wähler schwer. «Ich wurde jeweils mit sehr guten Resultaten gewählt», sagt Odermatt. Mit dem Rücktritt zwei Jahre vor den nächsten Wahlen gebe er seinem Nachfolger Tobias Käch aus Emmen die Möglichkeit, sich gut einzuarbeiten.

Bis 2015 war Odermatt Mitglied der Kommission Bau und Verkehr, die er 2011 zwischen 2015 präsidierte. Besonders in Erinnerung bleibt seine ablehnende Haltung gegenüber der geplanten Umfahrungsstrasse zwischen Hochdorf und Eschenbach, die der Kantonsrat 2014 bachab schickte. Seine Opposition brachte Odermatt von Behördenseite Kritik ein. Die Reaktionen seien teilweise heftig gewesen. Er sei aber immer noch überzeugt, dass es richtig war, kein wertvolles Kulturland zu opfern.

Odermatt fordert: «An Energiewende dranbleiben»

Prägend waren für Odermatt zudem die Volksabstimmungen zum Seetalplatz und zum kantonalen Energiegesetz. Letzteres begleitet er als Mitglied der Kommission Raumplanung, Umwelt und Energie eng. Wichtig ist ihm, dass der Kanton Luzern an der Energiewende dranbleibt. «Wenn wir nur reden und nicht handeln, bringen wir netto null nicht hin.»