KANTONSRAT: Der Kanton unterstützt die neuen Messehallen

Der Kanton Luzern mietet im neuen Allmendstadion für den Hochschulsport eine Doppelturnhalle und baut diese selbst aus. Der Kantonsrat hat am Montag einem Sonderkredit von 7,9 Millionen Franken mit 78 zu 34 Stimmen zugestimmt.

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Visualisierung des geplanten Messezentrums auf der Allmend. (Bild pd)

Visualisierung des geplanten Messezentrums auf der Allmend. (Bild pd)

Der Bedarf war unbestritten: Die Luzerner Hochschulen verfügen über keine eigenen Turnhallen. Der Kanton will deshalb eine Doppelturnhalle im neuen Allmendstadion im Grundausbau über eine Dauer von 30 Jahren mieten und auf eigene Kosten ausbauen.

4,5 Millionen Franken des Kredits entfallen auf die Miete und den Betrieb, 3,4 Millionen auf den Ausbau und die Einrichtungen. Der Mietzins beträgt pro Jahr 380 000 Franken, die Verzinsung und Amortisation des Ausbaus 180'000 Franken. Dazu kommen Betriebskosten von jährlich 70'000 Franken.

Die SVP war sich uneins
CVP und FDP unterstützten die Vorlage. Ein Ja sei ein klares Zeichen für die Sportarena Luzern, sagte der Sprecher der FDP. Die CVP erklärte, die Arena sei ein wichtiges Bauwerk für die ganze Zentralschweiz. Ein Teil der SVP lehnte die Vorlage ab. Die Kosten seien zu hoch. Ein Teil der Linke erklärte, es sei nicht Aufgabe des Staates, die Rendite der privaten Investorin (Credit Suisse) zu finanzieren. Der Kanton könne die Turnhalle billiger bauen.

Dem widersprach Finanzdirektor Marcel Schwerzmann. Die Allmend befinde sich an zentraler Lage. Das Parlament wies einen Rückweisungsantrag zurück und stimmte dem Sonderkredit unter Namensaufruf zu.

Weiter hiess der Rat einen Sonderkredit über 6,55 Millionen Franken mit 102 zu 0 Stimmen gut. Der Kanton unterstützt damit die bauliche Entwicklung des Messeplatzes auf der Luzerner Allmend.

55 Millionen Totalkosten
Die Luzerner Messe- und Ausstellungs AG (Lumag) erneuert die Hallen auf der Allmend für 55 Millionen Franken. Beschleunigt wurde das Vorhaben durch den Neubau des Zentralbahn-Trassees, der den Abbruch bestehender Einrichtungen nötig macht.

Der Kanton Luzern ist an der Lumag beteiligt und stellt mit Wirtschaftsdirektor Max Pfister auch einen Verwaltungsrat. Die Stadt Luzern unterstützt das Bauvorhaben mit 18,5 Millionen.

Der Rat war klar der Meinung, dass es in diesem Falle zulässig sei, einen einzelnen Betrieb zu fördern. Das Messewesen sei für Luzern wichtig, sagte Finanzdirektor Schwerzmann.

sda