Kantonsrat
GLP stellt Fragen zur Frauenvertretung in Betrieben des Kantons Luzern

GLP-Kantonsrätin Ursula Berset aus Buchrain will von der Regierung Auskunft über die Frauenquote in Leitungsgremien von Unternehmen, die vom Kanton ganz oder teilweise finanziert sind.

Lukas Nussbaumer
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In Leitungspositionen von Unternehmen wie der Luzerner Kantonalbank oder der Luzerner Pensionskasse, die vom Kanton Luzern dominiert sind, müssen beide Geschlechter mit mindestens 30 Prozent vertreten sein. Ist das nicht möglich, müssen die Leitungsorgane dies begründen. Diese Bemerkung inklusive Ausnahmeregelung überwies der Kantonsrat im Oktober 2017 bei der Beteiligungsstrategie. Nun will GLP-Parlamentarierin Ursula Berset aus Buchrain von der Regierung wissen, wie sich die aktuelle Situation präsentiert. Am Montag hat sie einen entsprechenden Vorstoss eingereicht.

Für die Ökonomin ist eine angemessene Teilhabe beider Geschlechter in den Leitungspositionen nicht einfach wünschenswert, sondern eine «sehr effiziente Methode, um bessere Ergebnisse zu erzielen». Durchmischte Teams würden bessere Resultate erzielen, weil sie Entwicklungen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und weniger über blinde Flecken stolpern würden. Berset macht auch auf die demografische Entwicklung aufmerksam: Aktuell würden fast doppelt so viele Personen aus dem Arbeitsleben ausscheiden als nachfolgen. «Wir werden es uns nicht mehr leisten können, weiterhin nicht das Potenzial der gesamten Bevölkerung auszuschöpfen», so die seit 2019 im Kantonsrat politisierende GLP-Politikerin.