KANTONSRAT: Kanton soll sich auf Amokläufe vorbereiten

Die Meldungen von Amokläufen häufen sich. Ein Postulat möchte, dass sich der Kanton Luzern auf einen solchen Fall besser vorbereitet.

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Szene aus dem Kantonsrat. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Szene aus dem Kantonsrat. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Das Postulat über die Reduktion des Risikos eines Amoklaufes an den Luzerner Schulen ist am Dienstag vom Kantonsrat erheblich erklärt worden.

Der Regierungsrat muss nun folgende Anträge prüfen:

  • Verbesserung der Betreuung von gefährdeten Schülern  
  • Praxisnahe Schulung der Eltern, Schüler und Lehrpersonenin Prävention und Früherkennung  
  • Aufbau eines Frühwarnsystems  
  • Erschwerung des Zugangs von gewaltbereiten Jugendlichen zu Waffen  
  • Praxisnahe Schulung der Kantonspolizei für den Fall eines Amoklaufs.

Verschiedene Kantone sind bereits in der Vorbereitung von möglichen Massnahmen, um das Risiko eines Amoklaufes zu reduzieren.

«Eine falsche Sicherheit»
Guido Luternauer (SVP) erklärte in der Diskussion, das Postulat gebe eine falsche Sicherheit und «das Gefühl, man könne Amoktaten verhindern». Besonders fragte er, wie der Staat den Zugang von Jugendlichen zu Waffen kontrollieren sollte und auf welchen Grundlagen man ein Frühwarnsystem aufbauen solle.

Trix Dettling (SP) warnte davor, dass Kinder sich selbst überlassen werden. Wenn die Eltern ihre Aufgabe nicht wahrnehmen, dann müsse der Staat etwas tun, um die Kinder rechtzeitig aufzufangen.

Regierungsrätin Yvonne Schärli stellte sich in ihrem Votum auf die Seite der Polizei. Für sie sei dies «ein sehr, sehr wichtiges Thema» und die Polizei brauche Untersützung für ihre Aufgabenerfüllung. Wichtig sei insbesondere die Zusammenarbeit der Schulen mit der Polizei.

ana