Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

KANTONSRAT: Kantonales Asylzentrum in der Stadt Luzern definitiv vom Tisch

Das Projekt für eine Containersiedlung für bis zu 120 Asylbewerber auf dem Areal Eichwald in der Stadt Luzern ist definitiv vom Tisch. Der Kantonsrat ist nicht auf das 5,7-Millionen-Franken-Projekt eingetreten. SP und Grüne kämpften vergeblich für eine Realisierung.
Auf dem Areal Eichwald bei der Luzerner Allmend ist ein Asyl­zentrum mit 120 Plätzen geplant. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Auf dem Areal Eichwald bei der Luzerner Allmend ist ein Asyl­zentrum mit 120 Plätzen geplant. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Der Rat trat mit 86 gegen 20 Stimmen nicht auf das Geschäft ein. Er folgte damit der Regierung und der vorberatenden Kommission. Die Idee für das Zentrum ist damit erledigt.

Der Regierungsrat hatte das Projekt für die Unterkunft im Naherholungsgebiet Allmend im Januar 2015 verworfen. Er wollte nach einer günstigeren Alternative suchen. Ursprünglich wollte er das Zentrum im Sommer 2016 in Betrieb nehmen. Es sollte das ebenfalls in Luzern gelegene Zentrum Hirschpark ablösen.

Marcel Budmiger (SP) plädierte dafür, an dem Projekt festzuhalten. Die Situation zur Unterbringung von Asylsuchenden in den Gemeinden sei sehr angespannt. Diese würden es nicht verstehen, wenn der Kanton das Projekt beerdige. Er kritisierte das gegenwärtige Notregime in den Gemeinden.

Markus Hess (GLP) hingegen sagte, er sei nicht bereit, weitere Kapazitäten aufzubauen, bevor nicht alle bestehenden Plätze genutzt würden. Noch gebe es freie Plätze, die kosten würden.

Marcel Schwerzmann (parteilos) bekräftige, dass die einst geplante Lösung in Form einer Containersiedlung zu teuer sei. Das Grundstück stehe nur zehn Jahre zur Verfügung. Danach müssten die Bauten wieder abgerissen werden. Das sei nicht nachhaltig.

Das Vorhaben im Gebiet Eichwald war bereits früher bei Anwohnern und bei in der Nähe ansässigen Firmen teilweise auf Kritik gestossen. Das Grundstück an guter Lage in der Nähe der Autobahn und der S-Bahn gehört der Stadt Luzern und dient als Freihaltefläche für den dereinst geplanten Südzubringer. (sda)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.