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KANTONSRAT: Kantonsparlament lässt Metro auf Abstellgleis

Das Luzerner Metro-Projekt hat am Montag im Kantonsrat nur wenig Unterstützung erhalten. Die Bahn, die Touristen und Pendler von einem Parkhaus in Ibach zum Schwanenplatz in der Stadt führen soll, liege quer in der Landschaft und schaffe mehr Probleme, als sie löse.
Der Luzerner Kantonsrat spricht sich klar gegen die Metro aus. Er favorisiert ein Parkhaus im Musegg-Hügel. (Bild: Roger Gruetter (Neue LZ))

Der Luzerner Kantonsrat spricht sich klar gegen die Metro aus. Er favorisiert ein Parkhaus im Musegg-Hügel. (Bild: Roger Gruetter (Neue LZ))

Die Debatte ausgelöst hatte Ruedi Burkard (FDP) mit einer Anfrage. Der Regierungsrat zeigte sich in seiner Antwort gegenüber dem Vorhaben skeptisch. Er machte deutlich, dass er das Projekt eines Parkhauses im Musegghügel in der Stadt bevorzuge.

Das Metro-Projekt leiste kaum einen Beitrag zur Lösung der Verkehrsprobleme in der Innenstadt, erklärte der Regierungsrat in seiner Antwort. Das Projekt mit neuen Parkhäusern erhöhe die Gesamtverkehrsleistung in der Agglomeration. Es bestehe die Gefahr, dass prozentual weniger Leute den öffentlichen Verkehr benutzten.

Burkhard kritisierte den Regierungsrat für diese Einschätzung. Er schrecke potentielle Investoren ab, wenn er einem innovativen Projekt keine Chance gebe.

Die Idee einer Metro vom Stadtrand zum Schwanenplatz war 2013 von Privaten eingebracht worden. Es umfasst im Gebiet Ibach nördlich der Stadt zwei Parkhäuser für 3500 Autos und 80 Reisebusse. Das Musegg-Projekt hingegen sieht unterirdische Parkplätze für 670 Autos 30 Cars vor. Beim Musegg-Projekt rechnet man mit Kosten von 150 Millionen Franken.

Kritische Stimmen

Kritisiert wurde im Rat vor allem, dass die Metrolinie nicht bei Knotenpunkten des öffentlichen Verkehrs enden soll. Daniel Keller (SVP) sagte, die Metro stehe im Widerspruch zum Agglomerationsprogramm und bereite viele Probleme.

Auch der Luzerner Stadtpräsident Stefan Roth (CVP) kritisierte, die Metro sei nicht im System des öffentlichen Verkehrs eingebunden. Die geplante Park-and-Ride-Anlage in Ibach liege zu nahe beim Zentrum. Die Tourismusbranche betrachte die Metro zudem mit Sorge und befürchte, dass weniger Reisende nach Luzern kommen könnten.

Monique Frey (Grüne) sagte, es bestehe bereits eine Metro - nämlich die unterirdische Bahnlinie von der Allmend zum Bahnhof Luzern. Sie fragte sich, wie lange der Hype um asiatische Touristen, die am Schwanenplatz Uhren kauften, noch anhalten werde, und ob dieser den Bau einer solchen neuen Bahn rechtfertigen könne.

Markus Baumann (GLP) dagegen erklärte, die Tatsache, dass die Metro nicht ins übrige ÖV-System eingebunden sei, könnte auch ein Vorteil sein. Die Metro vom Ibach an den Schwanenplatz könnte der Anfang eines neuen ÖV-System mit eigenen Trassee sein. Marcel Omlin (SVP) plädierte dafür, die beiden Vorhaben - Metro und Parkhaus Musegg - nicht gegeneinander auszuspielen. (sda)

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