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KANTONSRAT LUZERN: Herber Rückschlag für die «Salle»

Zu gross, zu teuer: Die vorberatende Kommission zieht die Bremse und lehnt den Planungskredit für die Salle Modulable ab.
Ob die Vision der Salle Modulable je in die Realität umgesetzt wird, ist noch völlig offen. (Bild: Visualisierung PD)

Ob die Vision der Salle Modulable je in die Realität umgesetzt wird, ist noch völlig offen. (Bild: Visualisierung PD)

Robert Knobel

Voraussichtlich am 19. September debattiert der Luzerner Kantonsrat über einen Kredit von 7 Millionen Franken. Damit soll die Planung des neuen Musiktheaters Salle Modulable vorangetrieben werden. Doch jetzt droht das Grossprojekt zu scheitern. Die kantonsrätliche Kommission für Erziehung, Bildung und Kultur (EBKK) lehnt den Beitrag an die Planungskosten ab. Kommissionspräsidentin Helene Meyer-Jenni (SP) bestätigt einen entsprechenden Bericht des Onlineportals Zentralplus. Die Ablehnung des 7-Millionen-Beitrags sei mit einer «klaren Mehrheit» erfolgt, erklärt Meyer-Jenni.

Eine Nummer zu gross für Luzern

Die Kantonsräte müssen nun entscheiden, ob sie dem Ablehnungsantrag der Kommission folgen wollen. Der Grund für den Kommissionsentscheid liegt vor allem in der Dimension des geplanten Musiktheaters. «Die Kommission erachtet die Salle Modulable in ihrer ganzen Dimension, räumlich und finanziell, als zu gross und äusserst risikobehaftet», betont Meyer-Jenni. Die Kommission bezweifle, dass das Projekt Salle Modulable «aktuell und langfristig für den Kanton zu stemmen ist».

Es gehe nicht bloss um die 7 Millionen Franken Planungskosten, so Meyer-Jenni. Die wirklich hohen Kosten würden für den Kanton erst noch folgen. Die Kommission sei der Meinung, dass sowohl die reinen Gebäudekosten der «Salle» (161 Millionen Franken) als auch deren Betriebskosten (31 Millionen) zu hoch seien. Wegen der durch die Verwalter der Schenkung Engelhorn diktierten Bedingungen komme zudem «der demokratische Teil des Entwicklungsprozesses zu wenig stark zum Zug».

Warten auf die Stadt?

Deshalb will die Kommission bereits jetzt, bei den Planungen, einen Schlussstrich ziehen. Hinzu kommen laut Meyer-Jenni inhaltliche Bedenken. So werde bezweifelt, dass die Integration des Luzerner Theaters in die Salle Modulable wirklich funktionieren könne.

Helene Meyer-Jenni betont, dass sich die Kommission «sehr schwergetan» habe mit dem Entscheid. Deshalb stand zunächst die Idee im Raum, den Kredit nicht abzulehnen, sondern nur so lange zu sistieren, bis die definitive Zusage der Stadt Luzern steht. Gemäss den Plänen soll sich nämlich auch die Stadt mit 3 Millionen Franken an den Planungskosten beteiligen, weitere 2 Millionen sollen von Privaten kommen. Den Entscheid über das städtische Baurecht fällt das Stadtparlament erst Ende September, also nach dem Kantonsrat. Der Vorschlag, bis zum Entscheid des Stadtparlaments zuzuwarten, wurde in der Kantonsratskommission knapp abgelehnt.

Bei der Stiftung Salle Modulable reagiert man konsterniert auf den ablehnenden Entscheid aus dem Kantonsrat. «Ich bin zutiefst enttäuscht», sagt Präsident Hubert Achermann. Er hoffe nun, dass der Kantonsrat der Empfehlung der Kommission nicht folgen werde. Und weiter: «Es kann doch nicht sein, dass der Kanton Luzern diese einmalige Chance für Luzern und die Kultur zunichtemacht, bevor die Planung detailliert durchgeführt wird und die Bevölkerung zum Projekt Stellung nehmen kann.» Die Stiftung Salle Modulable werde nun die genaue Begründung der Kommission abwarten und danach über das weitere Vorgehen entscheiden, sagt Hubert Achermann.

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