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Der Luzerner Kantonsrat tagte zum ersten Mal in neuer Besetzung und wählte den Präsidenten

Zweieinhalb Monate nach den Wahlen trafen sich die Luzerner Kantonsräte erstmals zur Session. Zuoberst auf ihrer Liste: Wahlen. Der neue Kantonsratspräsident kommt aus Eschenbach.
Alexander von Däniken

Mit 90 Stimmen wurde der Eschenbacher CVP-Kantonsrat Josef Wyss zum neuen Luzerner Kantonsratspräsidenten gewählt. Das ist die gleiche Stimmenzahl wie bei Leo Müller (CVP, Ruswil) im Jahr 2010. Und das, obwohl an diesem Montag 119 der 120 Kantonsräte anwesend waren. Zum Vergleich: Franz Wüest (CVP, Ettiswil) erreichte vor fünf Jahren 112 Stimmen.

Der 50-jährige Josef Wyss politisiert seit 2015 im Kantonsrat. Seit 2014 leitet er den Bereich Käse bei der Emmi. Seit 2016 präsidiert er zudem die CVP-nahe AWG (Arbeitsgemeinschaft für Wirtschaft und Gesellschaft). Wyss will unter dem Motto «Gutes besser machen» Luzerns Pluspunkte nach aussen tragen. «Die letzten vier Jahre waren von der Finanzpolitik geprägt. Das hat das Image des Kantons nicht gestärkt.»

SP-Frau aus Luzern Vizepräsidentin

Als Vizepräsidentin wählten die Parlamentarier mit 91 Stimmen die Luzerner SP-Fraktionschefin Ylfete Fanaj. Die Kantonsräte haben zuvor Hildegard Meier-Schöpfer (FDP, Willisau) als Ratspräsidentin – sie erreichte vor einem Jahr 109 Stimmen – gedankt und mit stehendem Applaus verabschiedet. Es war Meier-Schöpfers letzter Auftritt als Kantonsrätin.

Das älteste Ratsmitglied, der 74-jährige SVP-Parlamentarier Räto Camenisch aus Kriens, blickte zu Beginn der Junisession in seiner Rede auf die Wahlen vom 31. März zurück. Erdrutschartige Umwälzungen habe es nicht gegeben, dennoch sei eine Strömung festzustellen gewesen.

Von links: Die SP-Kantonsräte Peter Fässler (Kriens), Sara Muff (Sursee) und Andy Schneider (Rothenburg). (Bild: Nadia Schärli, Luzern, 17. Juni 2019)

Von links: Die SP-Kantonsräte Peter Fässler (Kriens), Sara Muff (Sursee) und Andy Schneider (Rothenburg). (Bild: Nadia Schärli, Luzern, 17. Juni 2019)

Nach 2011 mit dem Fukushima-Effekt und 2015 mit den Flüchtlingsströmen seien nun 2019 die Klima-Wahlen gewesen. Bekanntlich war die Grüne Partei die grosse Wahlsiegerin: Sie konnte ihre Sitzzahl auf 15 steigern. Auch SP und GLP bauten ihre Mandate aus: um je drei. Camenisch sagte nach langer Rede: «Die Erfahrung der Bisherigen soll sich mit dem Elan der frisch Gewählten mischen.»

Zu den Neugewählten zählt auch das jüngste Ratsmitglied, der 20-jährige Samuel Zbinden. In seiner Rede betonte der Grüne aus Sursee, dass man mit Zweifeln nicht weiterkomme. Es brauche Mut zur Veränderung. «Und Veränderung hat der Kanton Luzern dringend nötig.» Damit sprach Zbinden den Kampf gegen den Klimawandel an. Aber auch das Thema Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen.

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