KANTONSRAT: Luzern kann seine Rechenzentren auslagern

Die zwei Rechenzentren des Kantons Luzern, von denen das eine veraltet ist und beim anderen der Mietvertrag abläuft, erhalten einen neuen Standort. Der Kantonsrat hat einen Kredit von 8,6 Millionen Franken für den Umzug sowie den Betrieb während zehn Jahren genehmigt.

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Die CKW eröffnet das grösste Rechenzentrum der Zentralschweiz in Littau an der Schwimmbadstrasse. Im Bild der Server-Raum. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Die CKW eröffnet das grösste Rechenzentrum der Zentralschweiz in Littau an der Schwimmbadstrasse. Im Bild der Server-Raum. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Die Serverinfrastruktur und Daten des Kantons Luzern befinden sich heute an zwei getrennten Rechenzentren. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Begründet wurde das Festhalten an zwei separaten Standorten mit der Sicherheit.

Das Rechenzentrum in der Stadt, das seit über 20 Jahren vom Kanton selber betrieben wird, befindet sich in der Gefahrenzone für Hochwasser und ist sicherheitstechnisch nicht auf der Höhe. Es wird ins neue CKW-Rechenzentrum in Littau zügeln. Das Rechenzentrum im ehemaligen CKW-Rechenzentrum in Rathausen wird an einen neuen, nicht näher genannten Standort in der Stadt umziehen.

Gegen die von der Regierung vorgeschlagene Lösung war nur die SVP. Lisa Zanolla (SVP, Luzern) sagte, es sei nicht Aufgabe des Kantons, die Investitionen der CKW zu finanzieren. Sie beantragte, die Vorlage an die Regierung zurückzuweisen.

Bei den anderen Fraktionen stiess diese Opposition auf kein Verständnis. Das Vorhaben sei korrekt ausgeschrieben worden. Finanzdirektor Marcel Schwerzmann sagte, die CKW habe das beste Angebot gemacht.

Der Rückweisungsantrag wurde vom Parlament mit 80 zu 23 Stimmen abgelehnt. Dann hiess der Kantonsrat das Dekret mit 82 zu 21 Stimmen gut. (sda)