KANTONSRAT: Luzern tritt Hochschulkonkordat bei

Luzern will als Universitäts- und Hochschulkanton in der Hochschulpolitik national mitreden können. Der Kantonsrat hat deshalb am Montag den Beitritt zum Hochschulkonkordat mit 102 zu 0 Stimmen beschlossen.

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Das Gebäude der Universität und der Pädagogischen Hochschule in Luzern. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Das Gebäude der Universität und der Pädagogischen Hochschule in Luzern. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) hatte das neue Konkordat ausgearbeitet. Inhaltlich wird es von dem von den eidgenössischen Räten 2011 beschlossenen Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz bestimmt.

Das Konkordat sieht als Organe der Hochschulpolitik eine Plenarversammlung und einen Hochschulrat vor. Im Hochschulrat sollen neben den zehn Universitätskantonen vier weitere Kantone vertreten sein.

Mit einem Beitritt zum Konkordat schafft sich ein Kanton die Möglichkeit, in den Organen mitwirken zu können. Priska Lorenz (SP, Grosswangen) sagte, es wäre fahrlässig, wenn Luzern auf eine Einsitznahme in wichtigen Gremien verzichten würde.

Ein Verzicht sei für Luzern als Standort einer Universität, einer Fachhochschule und einer Pädagogischen Hochschule keine Alternative, erklärte Angela Pfäffli (FDP, Grosswangen).

Das Hochschulkonkordat tritt in Kraft, wenn ihm mindestens 14 Kantone, darunter acht Universitätskantone, beigetreten sind. Volk und Stände hatten 2006 in einer Abstimmung entschieden, dass der Bund und die Kantone gemeinsam für eine koordinierte Hochschulpolitik sorgen sollen. (sda)