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KANTONSRAT: Luzern will Schlachttiertransit verhindern

Die Durchfuhr lebender Schlachttiere durch die Schweiz soll verboten bleiben. Das Luzerner Kantonsparlament hat einstimmig eine entsprechende Standesinitiative beschlossen.
(Archivbild Nadia Schärli/Neue LZ)

(Archivbild Nadia Schärli/Neue LZ)

Mit 88 zu 0 Stimmen hat der Luzerner Kantonsrat am Montag eine Kantonsinitiative gegen EU-Schlachttiertransporte auf Schweizer Strassen beschlossen. Mit der Initiative wird verlangt, dass die Schweiz das heutige Transitverbot von lebenden Rindern, Schafen, Ziegen und Schweinen beibehält. Die Vorlage der Regierung wurde diskussionslos gutgeheissen.

Die Standesinitiative war aufgrund einer Motion von Balz Koller (FDP, Neuenkirch) ausgearbeitet worden. Koller befürchtet, dass die EU den Bundesrat im Rahmen des neuen Landwirtschaftsabkommens unter Druck setzt, das Transitverbot ersatzlos zu streichen.

Mit der Öffnung der Grenzen für internationale Tiertransporte könnte die Schweiz zur Drehscheibe für die oft 40 bis 60 Stunden dauernden Tiertransporte durch die EU werden. In der Schweiz dürfen die Transporte von lebenden Tieren aus Gründen des Tierschutzes nicht länger als 6 Stunden dauern.

In den Kantonen Zürich, Bern und beider Basel sind ebenfalls Standesinitiativen lanciert worden.

bac

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