KANTONSRAT: Luzerner Parlament will Erleichterungen für kleine Terrainveränderungen

Für kleine Terrainveränderungen ausserhalb der Bauzone braucht es im Kanton Luzern möglicherweise bald keine Bewilligung mehr. Der Kantonsrat hat ein Postulat überwiesen, das die Prüfung einer Grenze von 80 Kubikmetern verlangt.

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In der Bauzone sind kleine Terrainveränderungen bereits heute ohne Bewilligung möglich. (Symbolbild Keystone)

In der Bauzone sind kleine Terrainveränderungen bereits heute ohne Bewilligung möglich. (Symbolbild Keystone)

Das Postulat wurde mit 92 zu 17 Stimmen überwiesen. Armin Hartmann (SVP, Schlierbach) begründete seinen Vorstoss damit, dass es nur um kleine Anpassungen bis 80 Kubikmeter gehe. Diese würden heute von Landwirten oft ohne Bewilligung vorgenommen. Mit der Schaffung einer Bagatellgrenze werde für Landwirte und Gemeindebehörden Rechtssicherheit geschaffen.

CVP, FDP und GLP unterstützen Hartmanns Forderung. Es gehe um den gesunden Menschenverstand, sagte Raphael Kottmann (CVP, Oberkirch). In der Bauzone seien kleine Terrainveränderungen bereits heute ohne Bewilligung möglich. Oft würden von den Landwirten mit solchen Arbeiten bloss natürliche Terrainveränderungen wieder rückgängig gemacht.

Die Ratslinke lehnte das Postulat ab. Es sei falsch, eine illegale Praxis zu legalisieren, fand sie. Die Regierung dagegen war bereit, das Anliegen zu prüfen.

Baudirektor Robert Küng sagte, sein Ziel sei es, möglichst einfache Prozesse zu schaffen. Es gehe hier nicht um Terrainveränderungen in sensiblen Gebieten oder Schutzzonen. Ob 80 Kubikmeter als Bagatellgrenze richtig seien, werde sich zeigen. (sda)