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KANTONSRAT: Musikunterricht am Gymi: Regierung prüft Auslagerung

Kommunale Musikschulen sollen den Unterricht an den Kantonsschulen übernehmen. Noch sind rechtliche Fragen offen.
Die Musikschulen im Rontal sollen fusionieren (Symbolbild). (Bild: Gaetan Bally / Keystone)

Die Musikschulen im Rontal sollen fusionieren (Symbolbild). (Bild: Gaetan Bally / Keystone)

Die Regierung muss prüfen, ob der gymnasiale Instrumental- und Vokalunterricht an die kommunalen Musikschulen verlagert werden kann. Der Kantonsrat hat zwei entsprechende Postulate für erheblich erklärt. Damit folgte das Parlament mehrheitlich dem Antrag der Regierung.

Die beiden Postulanten Markus Baumann (GLP, Luzern) und Roger Zurbriggen (CVP, Neuenkirch) schlagen vor, eine Eingliederung in die kommunalen Musikschulen ins Auge zu fassen. Denn mehr als die Hälfte der Kantonsschüler belegt den Instrumental- und Vokalunterricht schon heute «an einer kommunalen Musikschule», so Baumann.

Künftig soll der Unterricht zwar weiterhin an der Kantonsschule stattfinden können, allerdings unter der Federführung der kommunalen Musikschulen. Eine solche Auslagerung würde die Administration vereinfachen, Besoldungsunterschiede abschaffen und die Qualität der Musikschulbildung erhöhen, so Zurbriggen (Ausgabe vom 7. März).

Linke dagegen, CVP uneins

Nicht in Frage kommt eine Auslagerung für SP und Grüne. Letztlich wolle man damit sparen, sagte Urban Sager (SP, Luzern). Dies sei aber nur möglich, wenn die Kosten auf die Gemeinden überwälzt oder die Instrumentallehrer an der Kantonsschule in der Besoldung zurückgestuft würden. «Eine Rückstufung hat man vor Jahren schon versucht. Das Gericht hat den Kanton aber gestoppt.» Ali R. Celik (Grüne, Luzern) befürchtet zudem eine Qualitätseinbusse. Beim Instrumentalunterricht an der Kantonsschule gehe es auch um die Qualifikation für einen späteren Studienplatz. Gymnasien würden die Schüler auf die hohen Anforderungen der jeweiligen Aufnahmeprüfungen vorbereiten.

Auch eine Minderheit der CVP sprach sich gegen die Auslagerung aus: «Eine solche wurde bereits geprüft. Gäbe es eine bessere Lösung, so hätten wir sie heute auf dem Tisch», sagte Priska Wismer (Rickenbach). Wer an der Kantonsschule das Schwerpunktfach Musik belege, für den seien Instrumentallektionen zwingend. Lagere der Kanton «einen Teil des obligatorischen Unterrichts» aus, befürchte sie negative Schlagzeilen wie bei der Zwangsferienwoche.

Ob diese Auslagerung rechtens sei, werde man klären, sagte Regierungsrat Reto Wyss (CVP). Rechtlicher Natur sei auch die Frage, inwiefern sich die Anstellungsbedingungen der Musikschullehrer anpassen lassen.

Evelyne Fischer

evelyne.fischer@luzernerzeitung.ch

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